Menü

Aktuelles

Crescentiafest

Am Altar von links nach rechts: Kaplan Heiko Nüchtern, Stadtpfarrer Bernhard Waltner, Diakon Alfred Fraidling. Bischof Dr. Bertram Meier, Klosterseelsorger Karl Rottach

Mehrere Gründe gab es beim feierlichen Hochamt am 26. April 2026 feierten wir in der Pfarrkirche St. Martin zu begehen. Zum einen das jährlich stattfindende Crescentiafest. Heuer mit der besonderen Note des 25 -jährigen Heiligsprechungsjubiläums. So war das festliche Pontifikalamt gleichzeitigt auch der Abschluss des Symposiums in der Schwabenakademie Irsee, das zu diesem Silberjubiläum veranstaltet wurde.

Wie jedes Jahr markiert das Crescentiafest auch das Hauptfest der marianischen Bürgerkongregation. Erfreulicherweise waren auch zahlreiche Vertreter der Ökumene, sowie des öffentlichen und politischen Lebens anwesend.

Die musikalische Gestaltung der Liturgie erfolgte durch den Martinschor und einem Orchester, unter der Leitung von Stefan Mohr und der Begleitung an der Orgel durch Traugott Mayer.

Hauptzelebrant und Festprediger Bischof Dr. Bertram Meier fand in seiner Predigt treffende und zugleich appellierende Worte an die Gläubigen. In unserer heutigen Weltordnung, so Meier, seit nichts mehr selbstverständlich. Wir sind herausgefordert, auf einen Grund zu bauen und zu vertrauen, der trägt. Schon bei Crescentia sei der Maßstab und die beste Orientierung hierzu das Evangelium gewesen.

Es sei entscheidend, sich immer wieder bewusst zu machen, dass die Begegnungen des Tages nicht wiederholt werden können und somit auch der Kodex der Höflichkeit und des sozialen Miteinanders vom Evangelium geprägt sein sollten. Die Hl. Crescentia hat dies in vorbildlicher Weise praktiziert und könne uns im Alltag immer wieder vorangehen. Immer mit der Frage, wie wir im Augenblick Gott lieben und dienen können, ausgehend vom Hören auf die Stimme des Hirten.

Im Anschluss an den Festgottesdienst fand auf dem Kirchplatz noch eine Begegnung bei Brezen und Getränken statt.

Zum Mittagstisch waren im Anschluss Gäste der Stadt und Pfarrei, sowie Bischof Dr. Bertram Meier geladen. Nach einem gutem Essen aus der Klosterküche und einigen zugewandten Gesprächen endeten die Feierlichkeiten am Nachmittag.

Eine Bildergalerie finden Sie hier
Mehr Infos finden Sie auch auf der Bistumswebsite.

 


Benefizkonzert:

„Helfen Sie mit dem Kloster ein Dach über dem Kopf zu geben!“

Sieben Chöre, fünf Chorleiter, eine ganze Bühne voller freudiger und engagierter Sängerinnen und Sänger, sowie ein Stadtsaal, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. – Das durften wir Schwestern am 19. April um 19:00 Uhr erleben. Wir sind sehr dankbar und durften in den vergangenen Monaten bereits sehr viel Unterstützung bei der Finanzierung unseres Konventbaudaches erfahren, doch dieser Abend stellte alles in den Schatten. Die Atmosphäre, die im Stadtsaal herrschte, war so ergreifend, dass Einige von uns Gänsehaut hatten und Sr. Johanna Maria Höldrich brachte es zum Abschluss auf den Punkt: Was ein schönes Gefühl, so viel Rückenstärkung zu bekommen! 

Bereits die Planungen dieses Events waren phänomenal. Die Idee entstand von Daniel Hermann, der selbst einige Chöre leitet und sofort sämtliche Chöre, die er kennt, angefragt hat, bei diesem Abend mitzuwirken. Und Alle haben zugesagt. Dabei waren die Chöre so vielseitig, voller Freude und Herzblut dabei, dass die Zeit nur so dahinflog. Das Programm der Chöre war kunterbunt. Ob klassisch, ob Ghospel oder einfach lustig; jeder Chor hat nicht einfach irgendwas dargeboten; Nein, sie haben sich viele Gedanken gemacht, was für den Anlass passen könnte und haben das dann auch eingebaut. Die Tränen standen uns vor Lachen und vor Rührung in den Augen. Sogar die Zwischenzeiten, bis die Chöre die Plätze auf der Bühne gewechselt hatten, waren gefüllt mit toller Blasmusik von den vierköpfigen „Rohrblattlyrikern“, die eine tolle Stimmung verbreiteten. 

Wir Schwestern des Crescentiaklosters sind allen Mitwirkenden und Spenderinnen und Spendern unendlich dankbar für diesen Abend. Unser Dank gilt besonders auch nochmal unserem Oberbürgermeister Herr Bosse, der die Miete für den Stadtsaal übernommen hat und an Daniel Hermann, der die Idee hatte und die Chöre eingeladen hat. Vielen Dank an alle Sängerinnen und Sänger mit ihren Chorleitern, die viel Zeit und zahlreiche Proben für uns auf sich genommen haben. Und natürlich allen Spenderinnen und Spendern, die da waren!

Wir Schwestern hoffen sehr, dass die Baumaßnahmen nun bald starten können und dass wir am 3. Oktober, wenn wir ein Tag des offenen Klosters anbieten, bereits das Ergebnis des Benefizkonzertes zeigen können. 

Ein herzliches Vergelt’s Gott! 



Professerneuerung von Sr. Mirjam Treffler

Im Rahmen der Vesper erneuerte Sr. Mirjam am 12. April 2026 um 16:30 Uhr feierlich ihre Profess. Für weitere eineinhalb Jahre bindet sie sich an Christus, die evangelischen Räte und ein Leben in Gemeinschaft.
 Herr Pfarrer Rottach fand mit Rückblick auf die Predigt zu Sr. Mirjams Erstprofess, die vom Apostel Thomas sprachen, erneut treffende Worte. Diese verband er darüber hinaus auch mit der von ihr ausgewählten Evangelienstelle „Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt!“ (Mt 18,20).

Das Professversprechen legte Sr. Mirjam in die Hände von Oberin Sr. Johanna Maria ab und im anschließenden Lied „Lieber Gott ich bin dein“ konnte dieses Versprechen spürbar ins Herz fallen.
 Mit den Worten „Damit dein Leben vor den Menschen Licht sei“ überreichte Sr. Johanna Maria die erneut angezündete Professkerze. Sr. Mirjam strahlte ebenso wie die Kerze.

Bei dem anschließend gemeinsamen Abendessen waren die Familie Treffler, sowie zwei momentane Gastschwestern anwesend. Eine ausgelassene, freudige Stimmung prägte den Abend, der im gemütlichen Beisammensein ausklingen durfte.

Wir freuen uns über den Entschluss von Sr. Mirjam, den Weg weiter in unserer Gemeinschaft zu gehen und über ihr Gottvertrauen.

 Sr. Clara Mariie

Eine Bildergalerie finden Sie hier.



Motorradsegnung 2026 – Gemeinsam unterwegs, egal bei welchem Wetter

Traditionell hat sie einen festen Platz in unserem Veranstaltungskalender: die Motorradsegnung. Jedes Jahr am Sonntag nach dem Gedenktag der heiligen Crescentia öffnen wir das große Klostertor für Biker aus dem näheren und weiteren Umkreis. Diesmal fiel der Termin auf den Weißen Sonntag, ein Tag mit Wurzeln in der frühen Kirche, der bis heute für das bewusste Leben im Glauben steht.

Das Wetter? Naja… sagen wir so: eher etwas für echte Profis. Dauerregen konnte die Stimmung aber nicht trüben. Rund 30 Bikes waren am Start und einige Fahrer und Fahrerinnen ließen sich nicht einmal davon abhalten, zu Fuß mit Helm in der Hand zu kommen. Genau das macht diese Gemeinschaft aus.

Sr. Ursula Maria begrüßte alle mit viel Herzlichkeit und eröffnete die Feier mit dem gemeinsamen Lied „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“. Und genauso fühlte es sich auch an: verbunden, offen und einfach gut.

Die Segnung übernahm Diakon Alfred Fraidling, selbst früher leidenschaftlicher Biker. Er fand genau die richtigen Worte und brachte mit einem Psalm für Motorradfahrer und einem „ Vaterunser für Biker" eine besondere Nähe in den Moment.

Zum Abschluss sangen wir Schwestern den Bikern noch den „franziskanischen Segen“ zu.

Fazit: Regen hin oder her, die Stimmung war top, die Gemeinschaft stark und der Tag einfach besonders.

Schon mal vormerken:
 Die nächste Motorradsegnung findet am 11. April 2027 statt. Wir freuen uns auf euch, egal bei welchem Wetter.

Eine Bildergalerie finden Sie hier.



Crescentia – eine Heilige unserer Heimat
 „25 Jahre Heilige Crescentia“-  Jubiläumstagung und Crescentiafest 

Was bedeutet für Sie Heimat? Für mich ist sie untrennbar mit Menschen verbunden. Das spüre ich besonders, wenn ich nach einer Reise am Bahnhof Kaufbeuren ankomme und das Schild sehe, das auf die heilige Crescentia verweist. Es erinnert mich an meine berühmte Mitschwester, die mir zu einer „großen Schwester im Glauben“ geworden ist. Als Franziskanerin im Crescentiakloster wohne ich „Tür an Tür“ mit ihr und erlebe immer wieder, wie fest die Kaufbeurerinnen und Kaufbeurer mit ihr verbunden sind.


In diesem Jahr begehen wir ein besonderes Jubiläum: Am 25. November 2001 wurde Schwester Maria Crescentia Höß von Papst Johannes Paul II. im Petersdom feierlich heiliggesprochen und erlangte somit universale Bedeutung. Viele erinnern sich noch gut an die Freude, den Stolz und die besondere Atmosphäre, die damals in unserer Stadt und darüber hinaus spürbar waren. Dieses Jubiläum lädt jedoch nicht nur zum Erinnern ein, sondern auch zum Nachdenken. Was macht einen Menschen heilig und was bedeutet das für uns heute?

Eine Heilige ist kein Mensch ohne Schwächen. Auch Schwester Crescentia kannte Zweifel, Mutlosigkeit und innere Kämpfe. Dennoch blieb sie Christus verbunden, war für ihre Mitmenschen da und ging ihren Weg treu im Alltag. Heiligkeit zeigt sich oft im Stillen: In Nächtenliebe, Verlässlichkeit und der Bereitschaft Gottes Willen zu erspüren. Der Wortstamm „Heil“ ist für mich dabei zentral. Trotz allem Unheil, das sie erlebte, blieb Crescentia innerlich „heil“ und machte so Gottes „Heilsangebot“ sichtbar.

Der verstorbene Papst Franziskus hat immer wieder betont: Jede und jeder ist zur Heiligkeit berufen, nicht durch Außergewöhnliches, sondern durch Achtsamkeit, Nächstenliebe und Treue im Alltag. Crescentia zeigt uns: Heiligkeit ist kein fernes Ideal. Sie beginnt hier und heute, bei jeder und jedem von uns, mitten in unserem Leben, mitten in unserer Heimat.

Von Sr. Annika Wörle



In der Liebe verwurzelt - Heiligsprechungstag 2025

 Von links nach rechts: Vipin Varghese, Kaplan, Stadtpfarrer Bernhard Waltner und Klosterseelsorger Karl Rottach

Der Heiligsprechungstag der heiligen Crescentia ist für uns Schwestern jedes Jahr ein besonderer Moment. Er erinnert uns daran, dass wir ihr Erbe weitertragen dürfen und lädt dazu ein, neu auf das zu schauen, was Crescentia uns bis heute mitgibt. Zugleich ist dieser Tag für viele Kaufbeurerinnen und Kaufbeurer ein vertrauter und geschätzter Termin im Kirchenjahr. So kamen wir am 25. November um 18.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Martin zusammen, um ihrer in Dankbarkeit zu gedenken.

Musikalisch wurde der Gottesdienst in diesem Jahr auf besondere Weise gestaltet: Da Kirchenmusiker Stefan Mohr erkrankt war, übernahm Traugott Mayr von der evangelischen Dreifaltigkeitskirche die Orgel – ein schönes Zeichen ökumenischer Verbundenheit. Die Trompetenbegleitung von Georg Hiemer setzte feine Akzente und trug zu einer würdigen Atmosphäre bei.

Zu Beginn führten Sr. Clara Marie und Sr. Annika mit einem kleinen Anspiel in das Thema des Abends ein. Auf ihrer symbolischen „Wanderung“ machten sie erfahrbar, wie wichtig gegenseitige Unterstützung, Pausen und der Blick auf das Ziel sind – Bilder, die nahtlos zur Predigt überleiteten.

In dieser ging Sr. Clara Marie von den Lesungen aus (1 Kor 13; Joh 15) und sprach darüber, wie Crescentia ihr Leben in der Liebe Christi verwurzelt hat. Nicht äußere Erwartungen hielten sie, sondern die Gewissheit, geliebt und getragen zu sein. Aus dieser tiefen Verbundenheit heraus konnte sie anderen Menschen beistehen und ihnen Orientierung geben.

Zelebranten des Gottesdienstes waren Stadtpfarrer Bernhard Waltner, Klosterseelsorger Karl Rottach und Kaplan Vipin Varghese.

So wurde der Heiligsprechungstag auch in diesem Jahr zu einem freudigen, dankbaren Erinnern – und zu einer Ermutigung, den eigenen Weg in derselben Liebe weiterzugehen, die Crescentias Leben geprägt hat.

Eine Bildergalerie finden Sie hier.



Senfkorn Hoffnung“ – Ordensjubiläum im Crescentiakloster

Von links nach rechts: Sr. Franziska, Sr. Johanna Maria und Sr. Regina

Am 12. Oktober 2025 feierten die Franziskanerinnen 100 Jahre Ordensleben: Die Schwestern Maria Regina Winter und Maria Franziska Stahl begingen ihr 60-jähriges bzw. 40-jähriges Jubiläum. Sr. M. Regina erhielt 1965 ihre franziskanische Tracht, Sr. M. Franziska 20 Jahre später. 

Dem Festgottesdienst um 10.30 Uhr in der Crescentia-Klosterkirche stand Pfarrer Karl Rottach vor. Er kennt die Schwestern, da er seit vielen Jahren Klosterseelsorger ist. Und so ist seine Predigt auch eine schöne Kompilation zwischen den Worten Jesu (Lk 17,5-10), denen des Apostels Paulus (2 Tim 1,6-8.13.14) und den Erfahrungen der beiden Jubilarinnen. Als junge Frauen begannen beide mit einem „kleinen Senfkorn Glauben im Gepäck“ (Johanna Kuric), und immer wieder machten sie die Erfahrungen von kleinen Anfängen. Aber im Rückblick dürfen sie dann erkennen, wie durch Gottes Gnade so vieles wachsen konnte. So ein Fest der Treue ist vorwiegend ein Fest des Staunens und Dankens. 

Nach der heiligen Messe gab es einen kleinen Sekt-Empfang im Innenhof. Frau Alexandra Hübner, eine gute Bekannte von Sr. Regina, hatte dies gemeinsam mit Oberin Sr. Johanna Maria Höldrich organisiert. Das Wetter war sehr schön, quasi ein goldener Oktobertag, und die Gratulationen um den berühmten Birnbaum herum waren so herzlich wie ausdauernd. 

Zum Festessen im schmucken Refektorium waren nur die engsten Verwandten der Jubilarinnen eingeladen. Ein hervorragendes drei-Gänge-Menü wurde geboten. Anschließend konnte man einen kleinen Spaziergang unternehmen und zum Beispiel den herbstlich bunten Berggarten besuchen. Pfarrer Rottach hatte in seiner Predigt darauf hingewiesen, dass die Entstehung dieses Ortes ein eindrückliches Beispiel ist für Anfänge als „Senfkorn“: Ein völlig verwildeter, kaum begehbarer Hang unterhalb der Stadtmauer wandelt sich durch die Arbeit, die „Skills“, die Spenden vieler Freunde des Klosters zu einem großartigen franziskanischen Meditationsgarten, der allen Besuchern paradiesische Ruhe bietet.

Um 15.00 Uhr durften die Gäste im sogenannten Wallfahrerraum historische Eckpunkte des Klosters erraten – angefangen mit dem Jahr 1960 (erster großer klösterlicher Kühlschrank) bis heute. Zwei junge Schwestern hatten die nette, alle Sinne ansprechende Veranstaltung (z.B. Eiskonfekt für 1960 / Bilder / Musik) auf die Beine gestellt. Nach dieser Kurzweil kam man wieder im Refektorium zu Torte und Kaffee zusammen. Das Abendprogramm mit feierlicher Vesper und Abendessen war den Schwestern vorbehalten. Eine Jubiläumsfeier ist natürlich mit viel Einsatz der Gemeinschaft verbunden, aber die Freude über solch eine Feier der Treue überwiegt eindeutig. Deo Gratias!

Eine Bildergalerie finden Sie hier.



Ausflug mit den Ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bregenzerwald am 31.05.2025


Am Samstag, den 31.05.2025, trafen sich um 9 Uhr die Ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klosters und einige Schwestern auf dem Busparkplatz neben dem Parkhaus Süd. Das Wetter war an dem Tag wohlgesonnen und so erwartete die Gruppe ein sonniger Ausflugstag in den Bregenzerwald.

Bevor im Bus angeregte Gespräche und teilweise auch ein Kennenlernen stattfand, wurde mit einem Reisesegen begonnen, den Sr. Angelika für die Gruppe sprach.
Sr. Johanna Maria informierte während der Fahrt zudem über die Entwicklungen des letzten Jahres im Kloster und seinen Projekten. Sie dankte sehr, für alle treue Mitarbeit und Unterstützung, die das Kloster hierbei und darüber hinaus durch die Ehrenamtlichen erfahren darf.

Der erste Halt war in Lingenau, in der St. Anna Kapelle. Hier begrüßten wir Herrn Max Giselbrecht , der uns im weiteren Verlauf des Tages noch eine Kirchenführung in der Lingenauer Pfarrkirche „Hl. Johannes der Täufer“ geben sollte. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte und den Besonderheiten der St. Anna Kapelle feierte die Gruppe einen Gottesdienst. Das Thema war geprägt durch das des Heiligen Jahres 2025 „Pilger der Hoffnung/hin zu Hoffnung sein“.

Im Anschluss an die erste innere Stärkung gab es eine erste äußere Stärkung, im Gasthaus Traube. Bei Flädlesuppe, Haussulz, Salat oder einem Stück Kuchen konnten sich die Ausflügler stärken und miteinander ins Gespräch kommen, bevor es zur Führung in die gegenüberliegende Pfarrkirche ging.

Dort angekommen erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine eindrucksvolle und sehr zeitgemäß durchdachte Architektur und Farbkombination des Kirchenraums.
Besonders die leuchtenden Kirchenfenster mit Darstellungen von biblischen Szenen, aber auch der Altarraum waren sehenswert.  Dieser ist so konzipiert, dass das heilsgeschichtliche Wirken Gottes an und mit den Menschen durch verschiedene Bereiche ineinander läuft und einander ergänzt. So ist beispielsweise der Wasserablauf des Taufbeckens die Bewässerung des nebenstehenden Olivenbaumes und der darunter laufende Treppen-Brunnen symbolisiert den Jordan. Erwähnenswert ist auch die Konzipierung des Altares, an welchem der Priester nicht nur in eine, sondern alle Richtungen zelebrieren kann und sich an der Gemeinde ausrichten kann. Zum Schluss der Führung ging es noch hinauf auf die Orgelempore. Die Orgel steht für die Freude, so Herr Giselbrecht . Nach einer historischen Erklärung zu dem Instrument spielte Sr. Clara Marie drei Stücke, welche möglichst alle Klangfarben und Lautstärken der hochwertigen Rieger-Orgel (Firmensitz in Vorarlberg) widergeben sollten.

Der Bus fuhr die Gruppe weiter nach Wangen, wo eine freie Zeit individuell genutzt werden konnte. Manche ließen es sich bei einem Eis gut gehen, manche nutzten den kühlen Kirchenraum von St. Martin und manche gingen einfach nur schdrialen, was die Stadt an Sehenswürdigkeiten bereithielt. Ein abschließendes Essen in geselliger Atmosphäre rundete den Tag ab. Der Tag hielt einiges bereit: Gebet, Gemeinschaft, Freizeit, Kultur. Die Gruppe kam am Abend gegen 19.30 Uhr wohlbehalten und dankbar in Kaufbeuren an.

Eine Bildergalerie finden Sie hier.         
                                                                                                       

                                                                                                                               
  


Herr, sei gelobt!

800 Jahre Sonnengesang des heiligen Franziskus -
Feier des Jubiläums im Klosterberggarten

Ein bekanntes Loblied mit der und auf die Schöpfung

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an den heiligen Franziskus von Assisi denken? „Schutzpatron für Umwelt, Tier und Natur“, würden wohl viele antworten. Dies ist sicher auch auf eines seiner berühmtesten Gebete zurückzuführen, den „Sonnengesang“. In diesem Hymnus lobt der fröhliche Heilige aus Assisi den Schöpfer in und mit seiner Schöpfung. Ein Aufruf zu universalen Geschwisterlichkeit, der weit über Umweltschutz hinausgeht. 800 Jahre ist es nun her, dass der „Poverello“, selbst schon schwerkrank und fast blind, dieses helle Lied schrieb.

Start mit einem Morgelob

Feier anlässlich 800 Jahre Sonnengesang

Gemeinsam mit vielen engagierten und vielfältig begabten Ehrenamtlichen entstand die Idee, dies gebührend zu feiern. Welcher Ort liegt da näher als der besinnliche Klosterbergarten? Schließlich sind die einzelnen Strophen dort als Stationen zur Besinnung gestaltet. Nach emsiger Vorbereitung war es soweit: Am 10. Mai starteten wir bei strahlendem Wetter mit einem Morgenlob auf dem Wasserplatz in einen wunderbaren Festtag. Im Anschluss wurde buntes Programm für Jung und Alt angeboten. Den ganzen Tag über fanden Gartenführungen statt, es gab theologische und spirituelle Impulse zum Sonnengesang, ein Berggartenquiz, Musikdarbietungen, einen Barfußpfad, ein kreatives Kinderprogramm. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz.   Nach einem leckeren Mittagessen auf dem Wasserplatz konnten sich die zahlreichen Besucher und Besucherinnen bei Kaffee und Kuchen stärken. Den krönenden Abschluss des traumhaften Tages bildete die Eucharistiefeier mit dem Franziskanerpater Benedikt Mertens ebenfalls auf dem Wasserplatz. 

Viele helfende Hände

 „Herr; sei gelobt“ – so beginnen die Strophen des Sonnengesangs und Anlass zu Lob und Dank gab es in Fülle am Ende dieses herrlichen Festtages. Gerne bedankte sich unsere Oberin, Sr. Johanna Maria bei den vielen Helferinnen und Helfern, die es ermöglicht haben, dass dieses Fest stattfinden konnte. 

Zu betonen ist auch, dass die Pflege des Klosterberggartens auf vielen ehrenamtlichen Schultern liegt. Auch die Führungen, die in der warmen Jahreszeit zweimal im Monat stattfinden, werden von kundigen ehrenamtlichen Führerinnen und Führern geleitet.

Vielleicht haben Sie ja Lust bekommen, den Klosterberggarten zu entdecken – sei es bei einer Führung oder zum persönlichem Verweilen in der Ruhe dieser grünen Oase – Sie sind herzlich eingeladen, sich dort eine Auszeit vom hektischen Alltag zu gönnen. Um es mit den Worten des heiligen Franziskus zu sagen: "Wenn es dir gut tut, komm."

Bei Führungen konnte der Garten entdeckt werden

  Ja, ich bin bereit
Professerneuerung von Sr. Clara Marie Beuth –

Zwischenschritte im Ordensleben 

Der Weg der Christusnachfolge im Orden ist durch Zwischenschritte gekennzeichnet. Bevor sich eine Schwester für die Dauer ihres ganzen Lebens an die Gemeinschaft bindet, gibt es Zwischenetappen wie die Professerneuerung, die Sr. Clara Marie am Samstag vor dem Palmsonntag gefeiert hat.   Zwei Jahre nach ihrer Erstprofess versprach die junge Ordensfrau in einem feierlichen Gottesdienst für weitere drei Jahre die Gelübde der „Armut, des Gehorsams und der ehelosen Keuschheit um des Reiches Gottes willen“ in unserer Gemeinschaft zu leben. 

                                            Professversprechen in die Hand der Oberin

Dieser Schritt gab ihr und der Gemeinschaft die Gelegenheit im Vorfeld innezuhalten und zu prüfen, ob das Leben als Franziskanerin im Crescentiakloster sie weiterhin in die Freiheit führt. Die Begeisterung, die am Anfang eines Berufungsweges steht, wird gewissermaßen durch das klösterliche Alltagsleben mit all seinen Freuden und Herausforderungen geprüft und vertieft. Zum „ich bin hier, weil…“, kommt das „ich bin hier, trotz…“. Das schmälert die Freude am Ordensleben keineswegs, im Gegenteil: Das „Trotzdem“ gibt der Berufung festen Grund. 

Bleiben  

Im Johannesevangelium, das Sr. Clara Marie für die Professfeier gewählt hat, komme dies im Wort „Bleiben“ zum Ausdruck, beschrieb Klosterseelsorger Pfarrer Karl Rottach in seiner Predigt den Charakter der Professerneuerung. „Bleibt in meiner Liebe“ heißt es da und dazu hat sich unsere Jungprofessin entschieden. Sie möchte bleiben – in Seiner Liebe und in unserer Gemeinschaft und wir alle freuen uns sehr über diese Entscheidung. 

Professversprechen 

Im Beisein der Gemeinschaft und ihrer Familie fragte Oberin Sr. Joanna Maria Höldrich Sr. Clara Marie: „Bist du bereit, aus freiem Entschluss Jesus in unserer Gemeinschaft nachzufolgen?“ Mit strahlendem Gesicht und sicherer Stimme gab sie die Antwort: „Ich bin bereit.“. Das anschließende Professversprechen legte die Profess-Schwester in die Hand der Oberin ab und unterschieb anschließend die Professurkunde auf dem Altar. Diese wurde auch von Pfarrer Rottach, als Vertreter der Kirche, der Oberin und zwei Zeuginnen unterzeichnet. 

 „Herr, wie du willst, soll mir geschehen“, diese Hymne nach einem Text von Rupert Mayer SJ und einer Melodie von Alban Rüttenauer SAC, erklang von der Klosterband, nachdem Sr. Clara Marie noch von Sr. Johanna Maria die Professkerze erhalten hatte. Diese ist Zeichen für das sich Verschenken und begleitet die junge Schwester schon seit ihrer Einkleidung.

Anschließende Feier

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde im Kloster fröhlich weitergefeiert: beim gemeinsamen Essen, einem Ratespiel zum Gemeinschaftsleben, bis hin bis zum gemütlichen Beisammensein am Abend im Kreis der Schwestern. Das gemeinsame Abendlob und das festliche Abendessen rundeten die Feierlichkeit ab. „Es war ein schöner Tag. Ich bin dankbar und freue mich, weiter den Weg als Schwester im Crescentiakloster zu gehen“, resümierte die Junioratsschwester glücklich.

Eine Bildergalerie finden Sie hier.

Unterschrift der Professurkunde


Ich will Euch eine Zukunft und eine Hoffnung

Umzug der Schwestern des Institutskonvents ins Mutterhaus

Ein kleines Willommenskomitee begrüßte die Schwestern im Mutterhaus

„Ich will Euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben“. Mit diesen Worten des Propheten Jeremia bestärkte Oberin, Sr. Johanna Maria die Schwestern beim letzten Gottesdienst im Oratorium des Institutskonvents. Für die drei dort noch lebenden Schwestern stand ein wichtiger Schritt an: Nach vielen Jahren im Konvent St. Maria kehrten sie nun ins Mutterhaus in der Altstadt zurück. Ursprünglich mit dem Auftrag gegründet, die Arbeit im Internat zu tragen, lebten zum Schluss noch vier Schwestern dort – alle im Rentenalter. Schwester Winfrieda zog schon Ende November ins Mutterhaus und Ende Januar folgten ihr ihre Mitschwestern. 

Nach dem Tod von Sr. Anna und Sr. Aurelia änderte sich die Situation für das Internat und den Konvent dort maßgeblich, wobei zu betonen ist, dass die Internatsarbeit weitergehen wird. Mit dem Wegzug der Schwestern werden nun auch keine Gottesdienste im Oratorium mehr stattfinden und das Allerheiligste wurde in die Klosterkirche übertragen. Natürlich finden weiterhin die Messfeiern der Pfarrei in der Institutskirche statt. 

Für die vier Schwestern ist dies ein einschneidender Schritt, der aber auch vom Wohlwollen der Gemeinschaft getragen wird. Wir freuen uns, dass wir uns als Gemeinschaft wieder besser kennenlernen dürfen und vertrauen fest darauf, dass es für uns eine Hoffnung und Zukunft gibt.

Eine Bildergalerie finden Sie hier.



60 Jahre Internat St. Maria
Verabschiedung der Schwestern des Institutskonvents


Schülerinnen und Schüler der Marienschulen Kaufbeuren, Kinder der Nachmittagsbetreuung des Internates St. Maria, Schwestern des Crescentiaklosters, Vertreter der Stadtpfarrei und geladene Gäste aus Politik und Gesellschaft, sowie Bischof Dr. Bertram Meier feierten am 19. Dezember 2024 in der Institutskirche gemeinsam 60 Jahre Internat St. Maria und zugleich die Verabschiedung der Schwestern des Institutskonvents.

In einem feierlichen Gottesdienst, dem der Bischof vorstand, nahm der Festtag einen gelungenen Auftakt im Namen des Herrn.


Umrahmt und gestaltet wurde der Gottesdienst vom Gesang des Chores der Marien-Realschule und einem eigens einstudierten Anspiel zum Tagesevangelium durch Buben aus der Nachmittagsbetreuung.

In der Predigt verband Bischof Dr. Bertram Meier gekonnt die Botschaft des Evangeliums vom verlorenen Sohn mit der Schulgemeinschaft der Marienschulen und der Schwesterngemeinschaft. Die Betonung lag vor allem auch darauf, dass jeder Mensch einen eigenen Lebensentwurf hat und dies auch gut sei. Der Kern im Zusammenleben verschiedener Charaktere und Lebensentwürfe sei hierbei jedoch, einander zu tolerieren. Jede und jeder bringt Gaben in die Gemeinschaft ein – und keine Gabe ist weniger wichtig, denn alle sind gleich wichtig für das Gelingen und das Leben der Gemeinschaft. An den Schluss der Predigt stellte der Bischof den Weihnachtswunsch an alle Anwesenden, einen Menschen mit „pace e bene“, Friede und Heilsein, zu begrüßen. So, wie es der Hl. Franziskus seinen ersten Brüdern bereits aufgetragen hatte: Immer zu zweit ausgesandt den Menschen die hoffnungsvolle Botschaft „pace e bene“ zu bringen.

Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst gab es ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa des Internates. Verköstigt wurden wir durch die hervorragende Internats-küche und dem professionellen Tisch-Service der Mädchen aus dem Internat. Liebevoll hergerichtete Tische in adventlicher Atmosphäre luden zu einem guten Beisammensein ein.

Am Ende des Tages gab es einen Festakt in der Aula. Hier wurde auch nochmals der besondere Dank an die Schwestern der vergangenen Jahre im Institut, die nun in das Mutterhaus ziehen werden, betont und ihr Wirken und Einsatz gewürdigt.

Auch war spürbar, dass der diesjährige Tod von Sr. M. Aurelia und Sr. Anna Maria zeitlich zum Festtag noch nicht weit weg lag und damit auch die Veränderung des Lebens im Konvent prägte.


Nachdem Sr. Johanna Maria treffende und ermutigende Worte über den Aufbruch der Schwestern vom Institut ins Mutterhaus, aber auch der Gemeinschaft als Ganzes in diesen bewegten Zeiten, fand und die Festgemeinschaft gut an diesem Tag mitnehmen konnte, sprachen im Wechsel die Festredner und spielten oder tanzten Schülerinnen zur Gestaltung des Programms. Verschiedene Festredner waren eingeladen, auch Herr Oberbürgermeister Bosse, die beiden Schulleitungen der Marien-Schulen Herr Limper und Frau Frank und Kuratoriumsvorsitzender Herr Wiesbauer.   

Eine Bildergalerie finden Sie hier.






 



Spendenaufruf

Helfen Sie mit, dem Kloster ein Dach über dem Kopf zu geben

Mehr beim Klick auf das Bild.