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Aktuelles



Buchneuerscheinung: Lieblingsplätze im Bistum Augsburg

 

 

Bei der Übergabe des Buchs (v.l.n.r.): P. Johannes Feierabend OSB, Herausgeberin Carolin Völk, Bischof
Dr. Bertram Meier, Verleger Josef Fink und Sr. Dr. Theresia Wittemann OSF (Foto: Nicolas Schnall / pba)

 

Ein gemeinschaftliches Geburtstagsgeschenk von Priestern und Ordensleuten aus der Diözese Augsburg an ihren Bischof bringt die bunte Vielfalt unseres Bistums zum Ausdruck.

Anlässlich des 60. Geburtstags von Bischof Bertram konnte die Herausgeberin Carolin Völk 48 Autorinnen und Autoren dafür gewinnen, von ihrem persönlichen Lieblingsplatz zu erzählen. 

Jeder dieser Orte wird von einem passenden, meist selbstverfassten Gebet begleitet und lädt zum Pilgern, Innehalten und Beten ein. 

Auch unsere Oberin Sr. M. Martha Lang berichtet von ihrem persönlichen Kraftort. Welcher dies wohl sein mag?

 

Mehr können Sie im Buch selbst erfahren, das Sie unter anderem in unserem Klosterladen erwerben können.

Das Buch „Lieblingsplätze im Bistum Augsburg – Eine Einladung zum Anhalten, Innehalten und Gebet“ (Hg. Carolin Völk) ist im Kunstverlag Josef Fink erschienen (ISBN 978-3-95976-288-5, 232 Seiten, 225 Abbildungen) und kostet 19,80 €

 Sr. M. Martha Lang gratuliert von Kaufbeuren aus. (Foto: Crescentiakloster)


Sant'Egidio - Appell für die alten Menschen in dieser Zeit der Pandemie 


 

INFAG-Stellungnahme gegen Rassismus 

Die Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft (INFAG), der Zusammenschluss der franziskanischen Ordensgemeinschaften in Deutschland, wendet sich entschieden gegen jede Form von Rassismus. Es ist in keiner Weise tolerabel, Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Herkunft zu diskriminieren. Dies geschieht alltäglich, wenn Menschen beispielsweise nur aufgrund ihrer Hautfarbe von der Polizei kontrolliert oder durch entsprechende Äußerungen abgewertet werden. Mit den zahlreichen Demonstranten gegen Rassismus bekennt auch die INFAG: „White Silence is Violence“ (Weißes Schweigen ist Gewalt) und ruft dazu auf, die eigenen Denkmuster und Handlungsweisen auf Alltagsrassismus zu überprüfen und sich als Gemeinschaften und als Einzelne gegen jede Form von Rassismus zu stellen. Sie zeigt sich erschüttert über den Tod von George Floyd durch Polizeigewalt in den USA. Ebenso über die annähernd 8000 rassistischen Straftaten, die das Bundesinnenministerium für 2019 gezählt hat. Sie geben ein erschreckendes Zeugnis darüber ab, dass auch hierzulande rassistisch motivierte Handlungsweisen an der Tagesordnung sind. (SF)



FRANZISKANISCHE ORDEN ENTSETZT ÜBER VIGANÒ-APPELL

 

Würzburg, 13.05.2020 (emm) 

Die franziskanischen Ordensgemeinschaften reagieren mit Entsetzen auf den Corona-Aufruf von Erzbischof Viganò, Kardinal Müller und Anderen. 

Es sei dramatisch genug, dass die Polarisierung in unserer Gesellschaft zunehme und Verschwörungstheorien sich mit unerträglicher Rhetorik ausbreiteten. Dass Vertreter der katholischen Kirche sich davon infizieren ließen und sich diesem Un-Sinn anschlössen, sei nicht hinnehmbar und beschädige den christlichen Heilsauftrag.

 

Zudem blendeten Autoren und Unterzeichner das Engagement vieler Menschen aus, die sich weltweit für die Eindämmung der Pandemie und den Schutz menschlichen Lebens einsetzten.

 

Die rechtspopulistische Rhetorik stelle einen Affront gegen demokratische Grundwerte dar und höhle den gesellschaftlichen Zusammenhalt, der sich besonders in der Corona Krise zeige, auf unerträgliche Weise aus. 

 

Quelle: infag 




Exkursion ins Kloster

 

Im Rahmen einer nachmittäglichen Exkursion am 1. Januar 2020 besuchten uns 60 Teilnehmer der „Irseer Akademie zur Jahreswende“. Nach einer Einführung in die über 750 – jährige Geschichte unseres Klosters bekamen die Besucher informative Führungen.

Dr. Karl Pörnbacher, Schwester M. Martha Lang und Schwester Ursula Maria Gruber führten Kleingruppen durch die Crescentia-Gedenkstätte sowie durch Teile des Klausurbereichs (Privatbereich der Schwestern).

Unsere Gäste erhielten nachhaltige Eindrücke von der Persönlichkeit der hl. Crescentia, vom Leben im Kloster und von außerordentlichen Kunstwerken, wie den Kreuzgang im Konventbau, der nach  einer Idee der Heiligen geschaffen wurde. Verabschiedet wurden die Gäste mit einem Hinweis auf die intensiven Beziehungen zwischen dem Crescentiakloster und der ehemaligen Benediktinerabtei Irsee.

Eine Bildergalerie finden Sie hier.

 

 

 

Crescentia-Reliquie für Jablonec nad Nisou

Am 25. November, dem 18. Jahrestag der Heiligsprechung Crescentias, ging ein lang gehegter Wunsch von Borek Tichy aus der Pfarrei Herz Jesu in Jablonec nad Nisou in Erfüllung – die Fertigstellung eines Reliquiars mit einer Crescentia-Reliquie und deren Versiege- lung. Eine Abordnung der tschechischen Stadt, mit der Kaufbeuren seit 10 Jahren eine Städte- partnerschaft pflegt, fand sich zusammen mit Stadtpfarrer Bernhard Waltner und Oberin Sr. M. Martha Lang im Crescentiakloster ein, um die Reliquie zu versiegeln. Dafür fertigte die Schmuck- fachschule in Jablonec nad Nisou eigens einen Siegelstempel an.

Bereits im Jahr 2017 begannen die Planungen für das Reliquiar. Dieses wurde von Zdenek Lhotsky, einem Maler, Bildhauer und Glasmacher in Zelezny Brod geschaffen. Es ist aus einem gravierten Messing-Blech mit eingelegtem Zinn gearbeitet und ca. 40 cm groß. Das eingravierte Muster kann als Lebensmuster gedeutet werden, das Gott mit uns webt. Die Reliquie befindet sich in einer Öffnung am oberen Teil des TAU-Kreuzes. So wird deutlich, dass Crescentia sich für Gott geöffnet hat, um sich von ihm Kraft für ihren Dienst an den Menschen schenken zu lassen.

Diese Botschaft war auch im Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin anlässlich des Heiligsprechungstages präsent. Der Passionistenpater Dominikus Hartmann, der in diesem Jahr zum Priester geweiht wurde, erwähnte in seiner Predigt besonders zwei Aspekte aus dem Leben der hl. Crescentia. Sie war von Gott ins Franziskanerinnenkloster berufen, aber von den Mitschwestern zunächst nicht willkommen, ja sie wurde „gemobbt“. Crescentia blieb jedoch im Kloster, hat alle Schwierigkeiten angenommen und ist so dem Gekreuzigten nachgefolgt. Aus ihrer Gottverbundenheit konnte sie schließlich für viele Menschen Ratgeberin sein.

Nach dem Gottesdienst gingen die Gläubigen betend und singend mit brennenden Kerzen am Geburtshaus der Heiligen in der Neuen Gasse vorbei zum Kloster, wo Pater Dominikus den Segen mit dem Crescentia-Reliquiar erteilte. Dieses findet nun seinen Platz über dem Tabernakel in der Herz-Jesu-Kirche in Jablonec nad Nisou.

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Foto: Franz - Josef Wagner
Die Vertreterinnen und Vertreter aus 58 franziskanischen Ordensgemeinschaften aus dem deutschsprachigen Raum bei ihrer Mitgliederversammlung



 

Franziskanisches Bekenntnis zum synodalen Weg und zum Klimaschutz

Franziskanische Gemeinschaften unterstützen den synodalen Weg in der katholischen Kirche und setzen sich ein für Gerechtigkeit und Klimaschutz

Kloster Reute / Bad Waldsee - Die Zeit ist Jetzt! Unter diesem Leitmotiv haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus 58 franziskanischen Ordensgemeinschaften aus dem deutschsprachigen Raum vom 22. bis 26. September 2019 im Kloster Reute bei Bad Waldsee (Oberschwaben) getroffen.  

Von Franziskus und Klara von Assisi inspiriert stellen sie sich ihrer Verantwortung für Kirche, Gesellschaft und Bewahrung der Schöpfung. Daher begrüßen und unter-stützen sie den von den Deutschen Bischöfen (DBK) und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) initiierten synodalen Weg. Sie sind überzeugt, dass sich alles kirchliche Handeln, insbesondere der Umgang mit Macht, radikal an Jesus Christus und dem Evangelium orientieren muss.

Sie setzen sich ein für eine geschwisterliche Kirche, in der Männer und Frauen auf allen Ebenen ihre Charismen einbringen und Verantwortung übernehmen.  

Entsetzt über zunehmende populistische und fundamentalistische Tendenzen in Kirche und Gesellschaft treten sie ein für ein Miteinander, das nicht ausgrenzt.

Überzeugt, dass alle Menschen Ebenbild Gottes sind, fordern die Franziskanerinnen und Franziskaner Ehrfurcht und Respekt gegenüber jedem Einzelnen. Sie wehren sich gegen die Diskriminierung von Menschen, die anders leben, lieben oder glauben. Dabei sind sie sich durchaus bewusst, dass sie mit dieser Haltung in Spannung stehen zur kirchlichen Morallehre. Sie erklären sich bereit, Wege zu suchen, die daraus resultierenden Widersprüche in ihren eigenen Zuständigkeitsbereichen im Sinne evangeliumsgemäßer Glaubwürdigkeit zu überwinden.

Im Kontakt mit Schwestern und Brüdern in aller Welt erfahren sie, welche verheerenden Aus-wirkungen unser Lebensstil schon heute besonders für die ärmeren Menschen der Erde hat. Vor diesem Hintergrund werden sie in den nächsten Jahren verstärkt Maßnahmen ergreifen, ihre Klöster und Einrichtungen klimaneutral zu bewirtschaften.

Bei der Mitgliederversammlung wurde der neue Vorstand der Interfranziskanischen Arbeits-gemeinschaft (INFAG) gewählt. Zur INFAG gehören 58 Mitgliedsgemeinschaften mit rund 6.500 Mitgliedern. Gegründet wurde die INFAG 1982 mit dem Zweck, das franziskanische Erbe in Kirche und Gesellschaft zu erhalten und wirksam zu machen. Die Geschäftsstelle mit Sitz in Würzburg koordiniert Bildungsangebote zu franziskanischer Spiritualität und vernetzt die Gemeinschaften untereinander. Dem Vorstand wurde erstmals das Mandat erteilt, sich zukünftig zu gesellschaftlich und kirchlich relevanten Themen öffentlich zu positionieren.

Quelle: INFAG

 

Feier der Ordensjubiläen

In diesem Jahr können zwei Schwestern unseres Klosters auf ein reiches Ordensleben zurückschauen: Sr. M. Winfrieda ist seit 65 Jahren und Sr. M. Irene seit 60 Jahren Teil unserer Gemeinschaft. Der Jubiläumsgottesdienst fand in unserer Klosterkirche statt. Pfarrer Dr. Bernhard Ehler aus Kempten zelebrierte zusammen mit Pfarrer Karl Rottach die Messfeier.

„Wie kommt ein Mensch dazu, in ein Kloster einzutreten?“ Mit dieser Frage regte Festprediger Pfarrer Dr. Ehler zum Nach-denken über das Leben als Ordenschrist an. Wie eine Ehe, so ist diese Lebensform eine Liebesgeschichte. Schwester M. Irene und Sr. M. Winfrieda haben jemanden kennengelernt, der sie fasziniert. Das Evangelium des Festgottesdienstes (Joh. 21,15 – 17) verdeutlicht dies: Auf die Frage Jesu „Liebst du mich?“ haben die beiden Schwestern (wie Petrus) mit „Ja“ geantwortet.

„Allerdings ist es einfacher, in einen Orden einzutreten, als 60 oder gar 65 Jahre darin zu bleiben“, führte Pfarrer Ehler weiter aus. Wie jede Liebesgeschichte, muss sich auch das Ordensleben im Alltag bewähren. Jesus fragte die beiden Schwestern (wie Petrus) immer wieder aufs Neue: Liebst du mich? Neben Momenten der Erfüllung gibt es auch im Kloster Herausforderungen, die zu bewältigen sind. Unsere Jubilarinnen bezeugen in ihrem vielfältigen Wirken als Ordensfrau ihre Treue zu dem, der unwiderruflich treu bleibt.

Zwei sehr schöne Jubiläumskerzen, mit Liebe verziert von unserer Oberin Sr. M. Martha, schmückten den Altar. Nach dem Fest-gottesdienst begrüßte sie die Gäste und Schwestern zum schmackhaften Mittagessen im Refektorium, das unser Küchen-team gekonnt zubereitet hatte.

Am Nachmittag gestalteten Sr. M. Franziska und Sr. M. Elisabeth eine kurzweilige Hommage an die zwei Jubilarinnen in Bildern und Worten. Danach gab es Kaffee und Kuchen. Der Tagesausklang gehörte dem Schwesternkreis allein: Nach der Vesper in der Klosterkirche gab es ein schönes Abendessen. Gott hat uns allen und wir haben uns gegenseitig einen wunderschönen Tag geschenkt.

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Radeln für einen guten Zweck: Unterwegs nach Santiago 

 


von links: Thomas Kausch, Sr. M. Martha, Stefan Bosse, Julian Kausch

Freitagmorgen um 7:30 Uhr in Kaufbeuren: Langsam erwacht das Leben in der Altstadt. Menschen machen sich auf den Weg zur Arbeit – wie jeden Tag. Für Thomas Kausch (45) und seinen Sohn Julian (18) aus Pforzen erfüllt sich an diesem Sommermorgen dagegen ein lang gehegter Traum:

Heute starten sie vom Crescentiakloster aus ihre Radtour auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela (Spanien). Vor ihnen liegt die beachtliche Strecke von 2597 km, die sie mit dem Fahrrad zurücklegen werden.

Das Vater–Sohn–Team sammelt mit der Tour Spenden für das Kinderhospiz in Bad Grönenbach. Sichtlich bewegt schildert Vater Thomas die Gründe für diese außergewöhnliche Aktion: „Ich bin dankbar, dass in unserer Familie zwei gesunde Kinder aufwachsen durften. Nicht alle Eltern haben so viel Glück“, sagt er. Die Kosten für die Fahrt trägt er selber – Ziel ist, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Hospiz zu richten. Sein Sohn Julian, der dieses Jahr sein Abitur bestanden hat, fasste schon vor 10 Jahren den Entschluss, den Camino mit dem Rad zu wagen.

„Gerne begleiten wir Schwestern die beiden durch unser Gebet“ – sichert ihnen Oberin Sr. M. Martha bei der von ihr gestalteten Segensfeier im Klosterhof zu. Es war der Wunsch von Thomas und Julian, ihre Tour mit dem Segen der Oberin zu starten.

Neben Freunden und Familie ließ es sich auch Oberbürgermeister Stefan Bosse nicht nehmen, die beiden Pilger zu verabschieden. Gemeinsam mit Sr. M. Martha radelt er mit ihnen bis an die Stadtgrenze von Kaufbeuren in Richtung Oberbeuren. Dort verabschieden sie sich von den beiden – ihre Gedanken und Gebete begleiten sie aber weiter.

 

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Kaufbeurens „Kleinod“

Klosterberggarten feiert 10-jährigen Geburtstag

Seit genau 10 Jahren ist Kaufbeuren um eine Attraktion reicher: Im Juni 2009 wurde nach einer 3-jährigen Umbauzeit der Klosterberggarten eröffnet. Seither ist er fester Anziehungspunkt für Ruhesuchende und Blumenliebhaber, er dient als Kulisse für Hochzeitsbilder und für Konzerte. Doch vor allem ist er ein Besinnungsgarten für Einzelne und Gruppen, thematisch gestaltet nach dem „Sonnengesang“ des hl. Franziskus. Im Morgenlob, das das 10-jährige Jubiläum er-öffnete erklärte Oberin Sr. M. Martha die Bedeutung des umbrischen Liedes aus dem 13. Jahrhundert. „Gott wird ge-priesen durch die Geschöpfe des Himmels, Sonne, Mond und Sterne, durch die vier Elemente und durch den Menschen“, fasste sie die einzelnen Strophen zusammen. Die Sonne zeigte sich am Jubiläumstag von ihrer schönsten Seite. Bei strahl-endem Sommerwetter besuchten mehrere hundert Gäste das Fest, das die Schwestern und zahlreiche Ehrenamtliche wochenlang vorbereitet hatten. Im Klosterberggarten fanden stündlich Führungen statt, Schwestern standen zum Gespräch bereit und „Hobby-Astronom“ Manfred Simon erläuterte nicht nur die Funktionen der Teleskope in der sogenannten Sternguckerlaube am oberen Ende des Gartens, sondern teilte viel Wissenswertes rund um den nächtlichen Ster-nenhimmel mit. Ein besonderes Schmankerl bot Liedermacher und Pfarrer Heinz Purrer, der extra aus Linz zum Jubiläum angereist war. Er spielte und sang während des ganzen Tages im Berggarten selbstkomponierte Lieder und bescherte damit den Gästen große Freude. An der Stadtmauer luden Sr. Anna M. und Jugendliche aus dem Tagesheim St. Maria zum Pony-Reiten ein. Das Programm im Garten wurde ergänzt durch einen großen Klosterflohmarkt am Obstmarkt und im Kloster. Unzählige Tassen, Bücher, Bilder, Kreuze, aber auch Teppiche und vieles mehr waren in liebevoller Weise zum Verkauf bzw. gegen Spende angeboten. Die „Obergünzburger Pfutzger“ sorgten für musik-alische Unterhaltung und bei Kaffee und Kuchen konnte man sich nach Führungen, Informationen und Einkauf stärken.

„Es ist einfach schön, wenn die Schwestern ihre Tore öffnen und man einfach so da sein kann“, fasst ein Besucher seinen Dank zusammen. Viele erinnerten sich auch an die arbeitsreiche Zeit, in der der Garten umgestaltet wurde. Zahlreiche Arbeiter der ersten Stunde waren gekommen und zeigten ihre große Verbundenheit mit dem „Kaufbeurer Kleinod“, so beispielweise Anton Hemmerle: „Es erfüllt mich einfach mit Freude und Zufriedenheit, dass wir einen Ort geschaffen haben, der so großen Zuspruch findet“, resümiert er.

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Schwesternausflüge

Zu unserem Gemeinschaftsleben gehören nicht nur Gebet und Arbeit, sondern auch gemeinsame Unternehmungen. So hatten wir vor kurzem die Möglichkeit, einen Ausflug ins Bauernhofmuseum nach Illerbeuren zu machen oder die Landeshauptstadt München zu erkunden. Bilder von den Fahrten finden Sie hier.

 

Spurensuche

„Einfach – franziskanisch – geschwisterlich den Fußspuren unseres Herrn Jesus Christus folgen!“ Unter diesem Motto starteten wir am Pfingstmontag vom Kloster Reute aus zum pfingstlichen Ordensjugendkapitel nach Assisi, das von der INFAG angeboten wurde. Auch wir Kaufbeurer Schwestern in Noviziat und Juniorat durften mit anderen Schwestern in der Ordensausbildung mit in die Heimatstadt des heiligen Franziskus und der heiligen Klara fahren.

Begleitet wurde die Pilgerfahrt von Schwester Elisa Kreutzer OSF aus dem Kloster Reute und von Bruder Harald Weber OFMCap aus Münster.

Klara und Franziskus hätten sich sicher über die fröhliche und bunte Gemeinschaft gefreut, die auf ihren Spuren unterwegs war. Unter der kundigen Anleitung von Bruder Harald und Schwester Elisa durften wir an zahlreichen Orten in die franziskanische Geschichte eintauchen, und die beiden Heiligen kamen dort auch selbst in den Quellenschriften zu Wort.

San Rufino, San Damiano, Santa Maria degli Angeli, Rivotorto, Poggio Bustone. Fonte Colombo sind Beispiele von all den Stätten, an denen wir Klara und Franziskus vor Ort begegnen konnten. Gemeinsam feierten wir Eucharistie, beteten wir, und auch der geschwisterliche Austausch kam nicht zu kurz. Mit dabei war eine große Leichtigkeit, und es wurde viel gelacht.

„Einheit in der Vielfalt“ –das war in unserem gemeinsamen Unterwegssein erfahrbar. Obwohl die verschiedenen Gemeinschaften mit unterschiedlichen Schwerpunkten unterwegs sind, folgen wir doch alle im Geiste des heiligen Franz und der heiligen Klara den Fußspuren Jesu – ein schönes Bild für die Kirche.

Gestärkt und dankbar machten wir uns am Dreifaltigkeitssonntag nach einem Abschlussgottes-dienst auf La Verna zurück auf den Weg nach Kaufbeuren. Es war eine bewegende und schöne Woche, in der wir zusammen unterwegs waren: Einfach – franziskanisch – geschwisterlich…

 

 

Getraut: Dreierfest der Berufung mit Einkleidung und Professerneuerung

Am Weltgebetstag für geistliche Berufe durften wir Schwestern ein großartiges Fest der Berufung feiern:

Sabrina Treffler wurde ins Noviziat aufgenommen, Sr. M. Elisabeth Wilhelm und Sr. M. Annika Wörle erneuerten ihre Ordensprofess für weitere drei Jahre.  Den festlichen Gottesdienst, zelebriert von Klosterseelsorger Pfr. Karl Rottach, feierten wir in einer großen Gemeinschaft aus Schwestern, Angehörigen und Freunden. „Es tut gut, so einen wichtigen Schritt nicht allein gehen zu müssen, sondern in eine Gemeinschaft eingebunden zu sein, die trägt“, weiß Klosteroberin Sr. M. Martha, die im Namen der Gemeinschaft die Professversprechen entgegen- und Sabrina ins Noviziat aufnehmen wird. Die Spannung der Liturgie ist mit Händen zu greifen, etwa, wenn der Chor „Voice Mix“ aus Mühlhausen, bei dem Sabrina bis zu ihrem Eintritt mitgesungen hat, das afrikanische „Baba Yetu“ (Vaterunser) anstimmt, während sich die zukünftige Schwester in der Sakristei umkleidet. Wenig später wird das streng gehütete Geheimnis gelüftet: „Wir wollen dich von nun an Schwester Mirjam nennen“, empfängt die Oberin die Novizin.

„Der Name Mirjam ist die hebräische Form von Maria“, erklärt die Novizin, „sie ist die von Gott Geliebte, die „Ja“ sagt zu seinem Ruf, auch wenn ihr Leben bereits anders ausgerichtet war. Obwohl ihr nicht alles gleich klar war, hat sie auf Gott vertraut und ist auch ein Stück weit ins Ungewisse gegangen“.

Diese Gedanken griff Pfarrer Rottach in seiner Predigt auf, die er unter das Thema „Trau dich“ stellte und auf die Lesungen des Gottesdienstes übertrug. „Gott sagt: Trau dich, ich trau es dir zu“, ermutigte er die Schwestern, die einen weiteren Schritt in ihrer verbindlichen Christusnachfolge wagten. So wie Gott zu Jesaja sagt: Ich habe dich beim Namen gerufen, ruft er jeden Einzelnen und gibt ihm die Zusage der Begleitung, auch in schwierigeren Zeiten. „Trau dich, sagte der Auferstandene auch Maria Magdalena, der er die Osterbotschaft anvertraute. „Ich habe lang auf diesen Moment der Einkleidung hingefiebert und bin jetzt einfach glücklich“ resümiert Sr. Mirjam ihren großen Festtag.

Auch Sr. M. Annika und Sr. M. Elisabeth blicken mit großer  Dankbarkeit auf die gemeinsame Feier zurück. Sie versprachen für weitere drei Jahre nach der Regel des hl. Franziskus und den Bestimmungen der Franziskanerinnen des Crescentiaklosters, ihr Leben Gott zu weihen. „Das ist wie eine Zwischenetappe hin zur endgültigen Lebensentscheidung, der ewigen Profess“, erläutert Sr. Elisabeth. „Den Weg weiter gehen zu können, das erfüllt mich mit Freude.“

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Crescentiafest 2019

 

Wie schon zu Lebzeiten bringt die heilige Crescentia auch heute noch Menschen zusammen. Dies zeigte die vollbesetzte Stadtpfarrkirche St. Martin und die Teilnahme von Fahnenabordnungen am diesjährigen Crescentiafest und Hauptfest der "Marianischen Bürgerkongregation. Die Heilige der Ökumene hätte sich sicher auch gefreut, dass der evangelische Stadtpfarrer Alexander Röhm den Gottesdienst mitfeierte.  

Pater Dr. Cornelius Bohl ofm, Provinzialminister (Leiter) des deutschen Franziskanerordens, der als Festprediger eingeladen war, setzte gekonnt das Leben der Kaufbeurer Heiligen mit dem des Apostels Thomas in Bezug. Dessen Fragen und Zweifel sowie sein großartiges Glaubensbekenntnis standen im Zentrum des Tagesevangeliums des Oktavtages (der achte Tag) von Ostern. Thomas ging seinen eigenen Weg, er gab sich nicht mit den Aussagen der anderen Jünger zufrieden, wollte sich selbst von der Auferstehung überzeugen, alles mit eigenen Augen sehen und begreifen.

Konkrete Erfahrungen mit Christus durfte auch Crescentia machen – besonders in den dunklen Phasen ihres Lebens. Wie Thomas die Wunden des Auferstandenen berührte, war sie eng mit Christus in seinem Leiden verbunden. Daraus konnte sie Kraft schöpfen und glaubte an ihre Berufung zum Leben im Crescentiakloster. Sie ging - mit Jesus verbunden - ihren eigenen Weg als Ordensfrau, der ihr zunächst durch äußere Widerstände verwehrt schien. Wie Thomas war sie aber nicht als Individualistin unterwegs, sondern in Gemeinschaft. Dazu sind wir alle berufen, schloss Pater Cornelius: Den Glauben in Gemeinschaft selbst zu erfahren.

Die Messfeier, bei der mehrere Priester  aus der Pfarreiengemeinschaft konzelebrierten, wurde musikalisch vom Kirchenchor und -orchester unter der Leitung von Daniel Herrmann mit der „Missa St. Fausti, Militis et Martyris“ von Meinrad Spieß eindrucksvoll gestaltet. Nach dem Gottesdienst waren alle Kirchenbesucher auf den Kirchplatz zur Begegnung bei Getränken und Brezen eingeladen. Hier sorgte die Musikkapelle Oberbeuren für zünftige musikalische Unterhaltung.