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Aktuelles

Schwesternausflüge

Zu unserem Gemeinschaftsleben gehören nicht nur Gebet und Arbeit, sondern auch gemeinsame Unternehmungen. So hatten wir vor kurzem die Möglichkeit, einen Ausflug ins Bauernhofmuseum nach Illerbeuren zu machen oder die Landeshauptstadt München zu erkunden. Bilder von den Fahrten finden Sie hier.

 

Spurensuche

hinten links nach rechts: Sr. M. Elisabeth, Sr. Mirjam vorne: Sr. M. Annika, Sr. M. Veronika

 

„Einfach – franziskanisch – geschwisterlich den Fußspuren unseres Herrn Jesus Christus folgen!“ Unter diesem Motto starteten wir am Pfingstmontag vom Kloster Reute aus zum pfingstlichen Ordensjugendkapitel nach Assisi, das von der INFAG angeboten wurde. Auch wir Kaufbeurer Schwestern in Noviziat und Juniorat durften mit anderen Schwestern in der Ordensausbildung mit in die Heimatstadt des heiligen Franziskus und der heiligen Klara fahren.

Begleitet wurde die Pilgerfahrt von Schwester Elisa Kreutzer OSF aus dem Kloster Reute und von Bruder Harald Weber OFMCap aus Münster.

Klara und Franziskus hätten sich sicher über die fröhliche und bunte Gemeinschaft gefreut, die auf ihren Spuren unterwegs war. Unter der kundigen Anleitung von Bruder Harald und Schwester Elisa durften wir an zahlreichen Orten in die franziskanische Geschichte eintauchen, und die beiden Heiligen kamen dort auch selbst in den Quellenschriften zu Wort.

San Rufino, San Damiano, Santa Maria degli Angeli, Rivotorto, Poggio Bustone. Fonte Colombo sind Beispiele von all den Stätten, an denen wir Klara und Franziskus vor Ort begegnen konnten. Gemeinsam feierten wir Eucharistie, beteten wir, und auch der geschwisterliche Austausch kam nicht zu kurz. Mit dabei war eine große Leichtigkeit, und es wurde viel gelacht.

„Einheit in der Vielfalt“ –das war in unserem gemeinsamen Unterwegssein erfahrbar. Obwohl die verschiedenen Gemeinschaften mit unterschiedlichen Schwerpunkten unterwegs sind, folgen wir doch alle im Geiste des heiligen Franz und der heiligen Klara den Fußspuren Jesu – ein schönes Bild für die Kirche.

Gestärkt und dankbar machten wir uns am Dreifaltigkeitssonntag nach einem Abschlussgottes-dienst auf La Verna zurück auf den Weg nach Kaufbeuren. Es war eine bewegende und schöne Woche, in der wir zusammen unterwegs waren: Einfach – franziskanisch – geschwisterlich…

 

 

Getraut: Dreierfest der Berufung mit Einkleidung und Professerneuerung

Am Weltgebetstag für geistliche Berufe durften wir Schwestern ein großartiges Fest der Berufung feiern:

Sabrina Treffler wurde ins Noviziat aufgenommen, Sr. M. Elisabeth Wilhelm und Sr. M. Annika Wörle erneuerten ihre Ordensprofess für weitere drei Jahre.  Den festlichen Gottesdienst, zelebriert von Klosterseelsorger Pfr. Karl Rottach, feierten wir in einer großen Gemeinschaft aus Schwestern, Angehörigen und Freunden. „Es tut gut, so einen wichtigen Schritt nicht allein gehen zu müssen, sondern in eine Gemeinschaft eingebunden zu sein, die trägt“, weiß Klosteroberin Sr. M. Martha, die im Namen der Gemeinschaft die Professversprechen entgegen- und Sabrina ins Noviziat aufnehmen wird. Die Spannung der Liturgie ist mit Händen zu greifen, etwa, wenn der Chor „Voice Mix“ aus Mühlhausen, bei dem Sabrina bis zu ihrem Eintritt mitgesungen hat, das afrikanische „Baba Yetu“ (Vaterunser) anstimmt, während sich die zukünftige Schwester in der Sakristei umkleidet. Wenig später wird das streng gehütete Geheimnis gelüftet: „Wir wollen dich von nun an Schwester Mirjam nennen“, empfängt die Oberin die Novizin.

„Der Name Mirjam ist die hebräische Form von Maria“, erklärt die Novizin, „sie ist die von Gott Geliebte, die „Ja“ sagt zu seinem Ruf, auch wenn ihr Leben bereits anders ausgerichtet war. Obwohl ihr nicht alles gleich klar war, hat sie auf Gott vertraut und ist auch ein Stück weit ins Ungewisse gegangen“.

Diese Gedanken griff Pfarrer Rottach in seiner Predigt auf, die er unter das Thema „Trau dich“ stellte und auf die Lesungen des Gottesdienstes übertrug. „Gott sagt: Trau dich, ich trau es dir zu“, ermutigte er die Schwestern, die einen weiteren Schritt in ihrer verbindlichen Christusnachfolge wagten. So wie Gott zu Jesaja sagt: Ich habe dich beim Namen gerufen, ruft er jeden Einzelnen und gibt ihm die Zusage der Begleitung, auch in schwierigeren Zeiten. „Trau dich, sagte der Auferstandene auch Maria Magdalena, der er die Osterbotschaft anvertraute. „Ich habe lang auf diesen Moment der Einkleidung hingefiebert und bin jetzt einfach glücklich“ resümiert Sr. Mirjam ihren großen Festtag.

Auch Sr. M. Annika und Sr. M. Elisabeth blicken mit großer  Dankbarkeit auf die gemeinsame Feier zurück. Sie versprachen für weitere drei Jahre nach der Regel des hl. Franziskus und den Bestimmungen der Franziskanerinnen des Crescentiaklosters, ihr Leben Gott zu weihen. „Das ist wie eine Zwischenetappe hin zur endgültigen Lebensentscheidung, der ewigen Profess“, erläutert Sr. Elisabeth. „Den Weg weiter gehen zu können, das erfüllt mich mit Freude.“

Eine Bildergalerie finden Sie hier.

Für eine Bildbeschreibung mit dem Cursor auf das Bild fahren.

 

Crescentiafest 2019

 

Wie schon zu Lebzeiten bringt die heilige Crescentia auch heute noch Menschen zusammen. Dies zeigte die vollbesetzte Stadtpfarrkirche St. Martin und die Teilnahme von Fahnenabordnungen am diesjährigen Crescentiafest und Hauptfest der "Marianischen Bürgerkongregation. Die Heilige der Ökumene hätte sich sicher auch gefreut, dass der evangelische Stadtpfarrer Alexander Röhm den Gottesdienst mitfeierte.  

Pater Dr. Cornelius Bohl ofm, Provinzialminister (Leiter) des deutschen Franziskanerordens, der als Festprediger eingeladen war, setzte gekonnt das Leben der Kaufbeurer Heiligen mit dem des Apostels Thomas in Bezug. Dessen Fragen und Zweifel sowie sein großartiges Glaubensbekenntnis standen im Zentrum des Tagesevangeliums des Oktavtages (der achte Tag) von Ostern. Thomas ging seinen eigenen Weg, er gab sich nicht mit den Aussagen der anderen Jünger zufrieden, wollte sich selbst von der Auferstehung überzeugen, alles mit eigenen Augen sehen und begreifen.

Konkrete Erfahrungen mit Christus durfte auch Crescentia machen – besonders in den dunklen Phasen ihres Lebens. Wie Thomas die Wunden des Auferstandenen berührte, war sie eng mit Christus in seinem Leiden verbunden. Daraus konnte sie Kraft schöpfen und glaubte an ihre Berufung zum Leben im Crescentiakloster. Sie ging - mit Jesus verbunden - ihren eigenen Weg als Ordensfrau, der ihr zunächst durch äußere Widerstände verwehrt schien. Wie Thomas war sie aber nicht als Individualistin unterwegs, sondern in Gemeinschaft. Dazu sind wir alle berufen, schloss Pater Cornelius: Den Glauben in Gemeinschaft selbst zu erfahren.

Die Messfeier, bei der mehrere Priester  aus der Pfarreiengemeinschaft konzelebrierten, wurde musikalisch vom Kirchenchor und -orchester unter der Leitung von Daniel Herrmann mit der „Missa St. Fausti, Militis et Martyris“ von Meinrad Spieß eindrucksvoll gestaltet. Nach dem Gottesdienst waren alle Kirchenbesucher auf den Kirchplatz zur Begegnung bei Getränken und Brezen eingeladen. Hier sorgte die Musikkapelle Oberbeuren für zünftige musikalische Unterhaltung.

 

 

Motorradsound im Klosterhof

Statt klösterlicher Stille erklang (am vergangenen Sonntagvormittag) der Sound von etwa 160 Bikes aus dem Hof des Crescentiaklosters. Seit 2014 ist die Motorradsegnung für viele Biker aus der näheren und weiteren Umgebung eine wichtige Tradition geworden. Wie jedes Jahr sorgte die Motorradstaffel der Polizei Kempten für sichere Fahrt. Erstmals war auch das Bayrische Rote Kreuz mit von der Partie.

Viele der Besucher würde man auf den ersten Blick wohl nicht auf einer Feier dieser Art erwarten. Dunkle Lederkluft und Helme, röhrende Maschinen erweckten eher die Assoziation einer Rock-veranstaltung. Dennoch ist es den Motorradfahrern ein wichtiges Anliegen, mit Gottes Segen und dem Geleit der heiligen Crescentia in die neue Saison zu starten. Dieses teilen sie mit Sr. Ursula Maria, die die Segensfeier von Anfang an organisiert.

Für Kaplan Isidore Uko war es wohl zunächst ein ungewohnter Anblick. Da der Klosterhof nicht ausreichte, war die Bikerfamilie bis auf den Obstmarkt versammelt, und er musste sich seinen Weg zunächst einmal durch die Menge bahnen. „Ich habe noch nie so viele und schöne Motor-räder gesehen“, meinte er zum Abschluss der Veranstaltung begeistert. In einer kurzen Andacht konnte er den Anwesenden einige gute Worte mitgeben. Nach der Segnung mit Weihwasser rollte ein nicht zu überhörender Motorradkorso über die Kaiser-Max-Straße hinaus aus der Kaufbeurer Innenstadt.

Wir Schwestern des Crescentiaklosters wünschen allen Motorradfahrern eine gesegnete und unfallfreie Saison und freuen uns schon, am 19. April 2020 das Klostertor zur nächsten Motorradsegnung zu öffnen.

Bilder finden Sie hier.

 

Professerneuerung von Schwester Maria Veronika Wiedmann

Eine besondere Vesper (kirchliches Abend-gebet) durften wir am Fest „Taufe des Herrn“ feiern. Unsere Schwester M. Veronika versprach in die Hand der Oberin Sr. M. Martha vor dem Vertreter der Kirche (Klosterseelsorger Pfarrer Rottach) für drei weitere Jahre, nach den evangelischen Räten Armut, ehelose Keuschheit um des Himmelreiches willen und Gehorsam zu leben. Nach der Erstprofess ist dies für sie eine weitere Etappe auf dem Weg der Christus-nachfolge als Ordensfrau. Äußeres Zeichen dafür ist die Professurkunde, die von der Professin, der Oberin, dem Klosterseelsorger, sowie von zwei Zeuginnen unterschrieben wurde. Auch die Familie von Sr. M. Veronika war bei der Feier dabei und freute sich mit ihr - und mit uns.

Mit der Ordensprofess versprechen wir Schwestern, unsere Taufgnade in ganzer Hingabe zu leben. Die evangelischen Räte sind für uns dabei ein Weg, dies zu verwirklichen.

Durch die Taufe sind wir alle zur Lebensgemeinschaft mit Christus berufen, so erinnerte Pfarrer Rottach in seiner Predigt. Jesus, der ohne Sünde war, erklärte sich zu Beginn seines öffentlichen Wirkens solidarisch mit uns begrenzten Menschen, indem er von Johannes die Umkehrtaufe empfing. Der Klostergeistliche ermutigte, dass für uns alle daraus eine große Würde erwächst und auch ein Aufruf zur Nachfolge in den verschiedenen Lebensformen.

Musikalisch schwungvoll gestaltet wurde das Abendlob durch die hauseigene Band „Frische Brise“ (drei Schwestern bestückt mit Querflöte, Gitarre und Keyboard), sowie der Schola (den Vorsängerinnen).

Beim anschließenden Festessen im Refektorium (Speisesaal) des Klosters, hatten die Klostergemeinschaft und die Gäste Gelegenheit, die Freude dieses Anlasses weiter zu auszukosten. Dort sorgten auch zwei Programmpunkte, gestaltet von Sr. M. Christine (der Junioratsleiterin) und Sr. Johanna Maria, für Unterhaltung und auch so manchen Lacher. Nach altem klosterinternen Festbrauch beschlossen wir den Abend mit dem „franziskanischen Danklied“.

 

 

 

 

Spendenübergabe der Schiedsrichtergruppe Ostallgäu

 

© Bild: Bayrischer Fußballverband, Schiedsrichtergruppe Ostallgäu

Von links nach rechts: Sr. M. Annika, Ingo Weber Obmann Schiedsrichtergruppe Ostallgäu, Sr. M. Angelika

Einmal jährlich sammeln die Schiedsrichter der Gruppe Ostallgäu ihre Aufwandsentschädigung und spenden diese an eine soziale Einrichtung im Landkreis. So durften wir uns bei ihrer dies-jährigen Weihnachtsfeier über eine großzügige Spende von € 1.750,-- zugunsten der Essens-ausgabe an der Klosterpforte freuen. Der höchste Spendenbetrag, der seit 25 Jahren erzielt wurde, kommt nun bedürftigen Menschen zugute, die an sechs Tagen in der Woche kostenlos an unserer Pforte zu Mittag essen können. Diese franziskanische Tradition lässt sich bis zur heiligen Crescentia zurückverfolgen. Wir sind beeindruckt von dem Einsatz und der Großzügigkeit, die wir erfahren durften.

Unser Dank gilt auch all den vielen großherzigen Spendern und Wohltätern, die uns das ganze Jahr über unterstützen. Seien es Einzelpersonen, die uns mit Geld- oder Sachspenden helfen, oder die Zuwendungen von Vereinen bzw. Organisationen. Wir werden von so vielen Seiten beschenkt. So haben wir wiederum die Möglichkeit, unserem sozial-caritativen Auftrag nachzu-kommen.

Ihnen allen gilt täglich unser Gebet.

Vergelt´s Gott!

Die Schwestern des Crescentiaklosters

 

 

Gedenktag der Heiligsprechung Crescentias

 

Einen festlichen Gottesdienst durften wir anlässlich des Gedenktages der Heiligsprechung Crescentias am 25. November in der Pfarrkirche St. Martin feiern.

Die Messfeier wurde musikalisch von den Kirchenchören St. Martin und Heilige Familie mit der „Missa Majestas Domini“ von Karl Kraft gestaltet. Auch Fahnenträger aus ver-schiedenen Kaufbeurer Vereinen erwiesen der Heiligen die Ehre.

Als Hauptzelebrant kam der Kolping-Diözesanpräses Alois Zeller gerne nach Kaufbeuren. In seiner Predigt ging er vor allem auf die Bedeutung des Namens „Crescentia“ (die Wachsende) ein. Die Ordensfrau war eine Wachsende und brachte im Laufe ihres Lebens reiche Frucht. Als getaufte Christen sind wir alle zum Wachsen und Fruchtbringen berufen, so ermutigte der Priester. Er formulierte dies in einem Text, den er anlässlich der Heiligsprechung im Jahr 2001 selbst geschrieben hat und der nach der Melodie eines bekannten Kirchenliedes gesungen wird. Der Prediger lud die Gemeinde während der Predigt mehrmals ein, den Liedruf zu singen und somit den Kern der Verkündigung zu wiederholen:

„Wachsen und reifen, Früchte bringen in der Zeit, Gott wird vollenden.“

Da dies Crescentia in ihrem Leben schon verwirklicht hat schloss er mit dem Kanon:

 „Wachsen und reifen, Früchte bringen in der Zeit, Gott hat vollendet!“

Nach der Lichterprozession durch die Altstadt zum Kloster mit einer Station am Geburtshaus von Crescentia in der Neuen Gasse fand die Feier ihren stimmungsvollen Abschluss im Klosterhof. Die Begleitung durch die „Crescentiabläser“ schuf dabei einen festlichen Rahmen. Nach dem abschließenden Segen mit der Reliquie der Heiligen konnten die Besucher gestärkt in ihren Alltag zurückkehren.

Bilder vom Festgottesdienst finden Sie hier.

 

 

Von links: Erwin Reiter, Josef Fink, Sr. M. Martha Lang, Dr. Karl Pörnbacher

 

Mit Crescentia von Kaufbeuren auf dem Kreuzweg Jesu“

Seit 275 Jahren gibt es in unserem Kloster einen kostbaren Kreuzweg, der auf große Holztafeln gemalt wurde. Die einzelnen Stationen sind zwischen den Zellentüren der Schwestern aufgestellt. Diese Türen sind ebenfalls symbolreich bemalt. Unsere mittlerweile heiliggesprochene Crescentia hat den Kreuzweg damals in Auftrag gegeben.

Durch die neue Broschüre „Mit Crescentia von Kaufbeuren auf dem Kreuzweg Jesu“ gewähren wir nun Einblick in diesen Teil unserer Klausur und laden gleichzeitig zur Betrachtung des Kreuzwegs ein.

Schwester M. Martha und Dr. Karl Pörnbacher stellten bei der Präsentation des Büchleins die exzellenten Fotos heraus, die von Erwin Reiter (Fink-Verlag) gemacht wurden. Im ersten Teil sind die Betrachtungen zu den Stationen, die Sr. M. Martha verfasst hat, enthalten. Die Entstehung des Kreuzwegs beschreibt Dr. Pörnbacher im zweiten Teil.

Erhältlich ist das Kreuzwegbüchlein zum Preis von € 6,-- im Crescentia-Klosterladen und in allen Buchhandlungen

 

Feier der Ordensjubiläen

vorne (von links): Sr. M. Raphaela, Sr. M. Bernardina und Sr. M Aurelia
Stehend (von links)
: Pfr. Karl Rottach, Sr. M. Martha, Sr. M. Lydia

In diesem Jahr können vier Schwestern unserer Gemeinschaft auf ein reiches Ordensleben schauen: Sr. M. Raphaela auf 70 Jahre, Sr. M. Bernardina auf 65 Jahre und die Schwestern M. Aurelia und M. Lydia auf 60 Jahre. Das Jubiläumsfest fand in unserer Institutskirche und im Internat statt. Pater Rudolf Stenglein OSB aus St. Ottilien zelebrierte zusammen mit Pfarrer Karl Rottach den Festgottesdienst. Pater Rudolf predigte eindrucksvoll zum ausgewählten Evangelientext Joh 15,1-15: 13 Mal kommt das Wort „bleiben“ vor: So sind auch die Jubilarinnen treu geblieben, haben die Gemeinschaft er-tragen, sind aber auch ge-tragen worden von ihr. Vier sehr schöne Jubiläumskerzen, mit Liebe verziert von unserer Oberin Sr. M. Martha, prangten auf dem Altar. Angela Holer, Musiklehrerin an der Marien-Realschule, ein ehemaliges Internatskind, sang die Bachkantaten „Schaff’s mit mir, Gott“ und „Ich halte treulich still“. Das Mittagessen, von unserem Koch und seiner Mitarbeiterin hervorragend zubereitet, fand in der Mensa statt. Schwester M. Martha begrüßte die Festgesellschaft herzlich und regelte den flüssigen Gang zum heißen Buffet. Am Nachmittag gestalteten Sr. M. Franziska und Sr. Anna Maria eine Hommage an die vier Jubilarinnen in Bildern und Worten. Danach gab es Kaffee und Kuchen. Der Tages-ausklang gehörte dem Schwesternkreis allein: Nach der feierlichen Vesper mit den Lieblings-bibeltexten der Jubilarinnen gab es ein schönes Abendessen im Mutterhaus. Gott hat uns allen und wir haben uns gegenseitig einen wunderschönen Tag geschenkt.

Bilder finden Sie hier.

 

Besuch der Schwestern des Kreszentia-Stifts

 

Die heilige Crescentia von Kaufbeuren ist nicht nur Schutzheilige und Namensgeberin unseres Klosters, sondern auch Patronin des „Kreszentia-Stifts“ in München. Deshalb freuen wir uns, dass wir „unsere Münchner Cousinen“ zusammen mit ihrem Hausgeistlichen Prälat Prof. Dr. Oberröder und dem Geschäftsführer Herrn Poka als Gäste begrüßen durften. Nach einer gemeinsamen Andacht in der Klosterkirche gab es bei Kaffee und Kuchen im Refektorium einen angeregten und frohen Austausch unter Schwestern und „Brüdern“.

Bilder von dem „Familientreffen“ finden Sie hier

 

 

Sonnengesänge 2018

 

 

Am vergangenen Sonntag endete die Veranstaltungsreihe der Sonnengesänge im besinnlichen Klosterberggarten für das Jahr 2018.

An dieser Stelle sei nochmals allen Sängern und Sängerinnen mit ihren Chorleitungen und den Instrumentalisten gedankt. Ebenso danken wir allen, die in der Vorbereitung, bei der Durchführung und bei allen praktischen Arbeiten so treu und tatkräftig geholfen haben. Schließlich ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die die Veranstaltung besucht und mit ihren Spenden dazu beigetragen haben, dass der Berggarten bepflanzt und gepflegt werden kann.

 

Crescentiakloster birgt einen bayerischen Heimatschatz

Ein Wettbewerb des Heimatministeriums und Kunstministerium, bei dem es um die Suche nach Schätzen ging, die in nichtstaatlichen Museen schlummern, fand auch bei uns Schwestern des Crescentiaklosters Anklang. In der Gedenkstätte der hl. Crescentia gibt es etliche Kostbarkeiten. Das sogenannte „Wächserne Mädle“ (Wachsfigur der Anna Pruggmayr), ein Votivgeschenk aus dem Jahr 1778, wurde prämiert und zählt nun zu den 100 besonders ausgezeichneten Heimat-schätzen Bayerns. An der Prämierung, die von Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und Kunstministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle in der Münchner Residenz vorgenommen wurde, nahmen Sr. M. Martha und Sr. Ursula Maria teil. Sie freuten sich, dass von den insgesamt 600 eingereichten Objekten ein „Schatz“ aus der Crescentia-Gedenkstätte prämiert wurde.

 

Albert Füracker, Sr. Ursula Maria Gruber, Sr. M. Martha Lang, Prof. Dr. med. Marion Kiechle

 

 

                                              

                                               Foto: Erwin Reiter, Haslach

 

Zu den wertvollsten Votivgaben im Crescentiakloster Kaufbeuren gehört diese lebensgroße, bayernweit einzigartige Wachsvotivfigur. Stifter war der wohlhabende Fürstenfeldbrucker Brauereibesitzer Franz Carl Pruggmayr. Seine 1768 geborene Tochter Maria Anna litt an Epilepsie, kein Arzt konnte helfen. 1778 versprachen die Eltern eine Wallfahrt zum Grab der 1744 verstorbenen Franziskanerin M. Crescentia Höß in Kaufbeuren und die Spende einer Votivgabe aus Wachs in der Größe und mit dem Aussehen der Tochter.

Maria Anna Pruggmayr wurde gesund, und die Eltern beauftragten 1778 den Augsburger Wachsmacher [Wachsbossierer] Peter Stürzer (um 1711-1780) mit der Herstellung dieser Figur. Sie wurde über einem Holzsockel modelliert. Zur Sicherung der Stabilität und zur Befestigung von Armen und Beinen dienten Metallstäbe. Selbst Kleidungsstücke, die gar nicht zu sehen sind (Strümpfe, Strumpfbänder, Unterrock), wurden bis ins Detail ausgearbeitet. Die 172 cm große und 50 Kilo schwere Wachsfigur ist Zeugnis dankbarer Frömmigkeit und hervorragender Handwerkskunst sowie Beispiel für die Fürstenfeldbrucker Tracht um die Mitte des 18. Jh. 

Vermutlich kam die Figur 1784 ins Kloster, denn damals wurde die Heilung ins “Guttatenbuch” des Kaufbeurer Klosters eingetragen: Maria Leutmayrin [Hörfehler für Pruggmayr] 10. Jahre alt von Fürstenfeldbrug hatte die hinfallende Kranckheit auf eine recht fürchterliche weis. Ihre Eltern nahmen das vertrauen zur M: [Maria] C: [Crescentia], verlobten eine Wallfahrt, und das Mägdlein war von dem übel gäntzlich befreyet.

 

Text: Dr. Karl Pörnbacher