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Aktuelles

Motorradsound im Klosterhof

Statt klösterlicher Stille erklang (am vergangenen Sonntagvormittag) der Sound von etwa 160 Bikes aus dem Hof des Crescentiaklosters. Seit 2014 ist die Motorradsegnung für viele Biker aus der näheren und weiteren Umgebung eine wichtige Tradition geworden. Wie jedes Jahr sorgte die Motorradstaffel der Polizei Kempten für sichere Fahrt. Erstmals war auch das Bayrische Rote Kreuz mit von der Partie.

Viele der Besucher würde man auf den ersten Blick wohl nicht auf einer Feier dieser Art erwarten. Dunkle Lederkluft und Helme, röhrende Maschinen erweckten eher die Assoziation einer Rock-veranstaltung. Dennoch ist es den Motorradfahrern ein wichtiges Anliegen, mit Gottes Segen und dem Geleit der heiligen Crescentia in die neue Saison zu starten. Dieses teilen sie mit Sr. Ursula Maria, die die Segensfeier von Anfang an organisiert.

Für Kaplan Isidore Uko war es wohl zunächst ein ungewohnter Anblick. Da der Klosterhof nicht ausreichte, war die Bikerfamilie bis auf den Obstmarkt versammelt, und er musste sich seinen Weg zunächst einmal durch die Menge bahnen. „Ich habe noch nie so viele und schöne Motor-räder gesehen“, meinte er zum Abschluss der Veranstaltung begeistert. In einer kurzen Andacht konnte er den Anwesenden einige gute Worte mitgeben. Nach der Segnung mit Weihwasser rollte ein nicht zu überhörender Motorradkorso über die Kaiser-Max-Straße hinaus aus der Kaufbeurer Innenstadt.

Wir Schwestern des Crescentiaklosters wünschen allen Motorradfahrern eine gesegnete und unfallfreie Saison und freuen uns schon, am 19. April 2020 das Klostertor zur nächsten Motorradsegnung zu öffnen.

Bilder finden Sie hier.

 

Professerneuerung von Schwester Maria Veronika Wiedmann

Eine besondere Vesper (kirchliches Abend-gebet) durften wir am Fest „Taufe des Herrn“ feiern. Unsere Schwester M. Veronika versprach in die Hand der Oberin Sr. M. Martha vor dem Vertreter der Kirche (Klosterseelsorger Pfarrer Rottach) für drei weitere Jahre, nach den evangelischen Räten Armut, ehelose Keuschheit um des Himmelreiches willen und Gehorsam zu leben. Nach der Erstprofess ist dies für sie eine weitere Etappe auf dem Weg der Christus-nachfolge als Ordensfrau. Äußeres Zeichen dafür ist die Professurkunde, die von der Professin, der Oberin, dem Klosterseelsorger, sowie von zwei Zeuginnen unterschrieben wurde. Auch die Familie von Sr. M. Veronika war bei der Feier dabei und freute sich mit ihr - und mit uns.

Mit der Ordensprofess versprechen wir Schwestern, unsere Taufgnade in ganzer Hingabe zu leben. Die evangelischen Räte sind für uns dabei ein Weg, dies zu verwirklichen.

Durch die Taufe sind wir alle zur Lebensgemeinschaft mit Christus berufen, so erinnerte Pfarrer Rottach in seiner Predigt. Jesus, der ohne Sünde war, erklärte sich zu Beginn seines öffentlichen Wirkens solidarisch mit uns begrenzten Menschen, indem er von Johannes die Umkehrtaufe empfing. Der Klostergeistliche ermutigte, dass für uns alle daraus eine große Würde erwächst und auch ein Aufruf zur Nachfolge in den verschiedenen Lebensformen.

Musikalisch schwungvoll gestaltet wurde das Abendlob durch die hauseigene Band „Frische Brise“ (drei Schwestern bestückt mit Querflöte, Gitarre und Keyboard), sowie der Schola (den Vorsängerinnen).

Beim anschließenden Festessen im Refektorium (Speisesaal) des Klosters, hatten die Klostergemeinschaft und die Gäste Gelegenheit, die Freude dieses Anlasses weiter zu auszukosten. Dort sorgten auch zwei Programmpunkte, gestaltet von Sr. M. Christine (der Junioratsleiterin) und Sr. Johanna Maria, für Unterhaltung und auch so manchen Lacher. Nach altem klosterinternen Festbrauch beschlossen wir den Abend mit dem „franziskanischen Danklied“.

 

 

 

 

Spendenübergabe der Schiedsrichtergruppe Ostallgäu

 

© Bild: Bayrischer Fußballverband, Schiedsrichtergruppe Ostallgäu

Von links nach rechts: Sr. M. Annika, Ingo Weber Obmann Schiedsrichtergruppe Ostallgäu, Sr. M. Angelika

Einmal jährlich sammeln die Schiedsrichter der Gruppe Ostallgäu ihre Aufwandsentschädigung und spenden diese an eine soziale Einrichtung im Landkreis. So durften wir uns bei ihrer dies-jährigen Weihnachtsfeier über eine großzügige Spende von € 1.750,-- zugunsten der Essens-ausgabe an der Klosterpforte freuen. Der höchste Spendenbetrag, der seit 25 Jahren erzielt wurde, kommt nun bedürftigen Menschen zugute, die an sechs Tagen in der Woche kostenlos an unserer Pforte zu Mittag essen können. Diese franziskanische Tradition lässt sich bis zur heiligen Crescentia zurückverfolgen. Wir sind beeindruckt von dem Einsatz und der Großzügigkeit, die wir erfahren durften.

Unser Dank gilt auch all den vielen großherzigen Spendern und Wohltätern, die uns das ganze Jahr über unterstützen. Seien es Einzelpersonen, die uns mit Geld- oder Sachspenden helfen, oder die Zuwendungen von Vereinen bzw. Organisationen. Wir werden von so vielen Seiten beschenkt. So haben wir wiederum die Möglichkeit, unserem sozial-caritativen Auftrag nachzu-kommen.

Ihnen allen gilt täglich unser Gebet.

Vergelt´s Gott!

Die Schwestern des Crescentiaklosters

 

 

Gedenktag der Heiligsprechung Crescentias

 

Einen festlichen Gottesdienst durften wir anlässlich des Gedenktages der Heiligsprechung Crescentias am 25. November in der Pfarrkirche St. Martin feiern.

Die Messfeier wurde musikalisch von den Kirchenchören St. Martin und Heilige Familie mit der „Missa Majestas Domini“ von Karl Kraft gestaltet. Auch Fahnenträger aus ver-schiedenen Kaufbeurer Vereinen erwiesen der Heiligen die Ehre.

Als Hauptzelebrant kam der Kolping-Diözesanpräses Alois Zeller gerne nach Kaufbeuren. In seiner Predigt ging er vor allem auf die Bedeutung des Namens „Crescentia“ (die Wachsende) ein. Die Ordensfrau war eine Wachsende und brachte im Laufe ihres Lebens reiche Frucht. Als getaufte Christen sind wir alle zum Wachsen und Fruchtbringen berufen, so ermutigte der Priester. Er formulierte dies in einem Text, den er anlässlich der Heiligsprechung im Jahr 2001 selbst geschrieben hat und der nach der Melodie eines bekannten Kirchenliedes gesungen wird. Der Prediger lud die Gemeinde während der Predigt mehrmals ein, den Liedruf zu singen und somit den Kern der Verkündigung zu wiederholen:

„Wachsen und reifen, Früchte bringen in der Zeit, Gott wird vollenden.“

Da dies Crescentia in ihrem Leben schon verwirklicht hat schloss er mit dem Kanon:

 „Wachsen und reifen, Früchte bringen in der Zeit, Gott hat vollendet!“

Nach der Lichterprozession durch die Altstadt zum Kloster mit einer Station am Geburtshaus von Crescentia in der Neuen Gasse fand die Feier ihren stimmungsvollen Abschluss im Klosterhof. Die Begleitung durch die „Crescentiabläser“ schuf dabei einen festlichen Rahmen. Nach dem abschließenden Segen mit der Reliquie der Heiligen konnten die Besucher gestärkt in ihren Alltag zurückkehren.

Bilder vom Festgottesdienst finden Sie hier.

 

 

Von links: Erwin Reiter, Josef Fink, Sr. M. Martha Lang, Dr. Karl Pörnbacher

 

Mit Crescentia von Kaufbeuren auf dem Kreuzweg Jesu“

Seit 275 Jahren gibt es in unserem Kloster einen kostbaren Kreuzweg, der auf große Holztafeln gemalt wurde. Die einzelnen Stationen sind zwischen den Zellentüren der Schwestern aufgestellt. Diese Türen sind ebenfalls symbolreich bemalt. Unsere mittlerweile heiliggesprochene Crescentia hat den Kreuzweg damals in Auftrag gegeben.

Durch die neue Broschüre „Mit Crescentia von Kaufbeuren auf dem Kreuzweg Jesu“ gewähren wir nun Einblick in diesen Teil unserer Klausur und laden gleichzeitig zur Betrachtung des Kreuzwegs ein.

Schwester M. Martha und Dr. Karl Pörnbacher stellten bei der Präsentation des Büchleins die exzellenten Fotos heraus, die von Erwin Reiter (Fink-Verlag) gemacht wurden. Im ersten Teil sind die Betrachtungen zu den Stationen, die Sr. M. Martha verfasst hat, enthalten. Die Entstehung des Kreuzwegs beschreibt Dr. Pörnbacher im zweiten Teil.

Erhältlich ist das Kreuzwegbüchlein zum Preis von € 6,-- im Crescentia-Klosterladen und in allen Buchhandlungen

 

Feier der Ordensjubiläen

vorne (von links): Sr. M. Raphaela, Sr. M. Bernardina und Sr. M Aurelia
Stehend (von links)
: Pfr. Karl Rottach, Sr. M. Martha, Sr. M. Lydia

In diesem Jahr können vier Schwestern unserer Gemeinschaft auf ein reiches Ordensleben schauen: Sr. M. Raphaela auf 70 Jahre, Sr. M. Bernardina auf 65 Jahre und die Schwestern M. Aurelia und M. Lydia auf 60 Jahre. Das Jubiläumsfest fand in unserer Institutskirche und im Internat statt. Pater Rudolf Stenglein OSB aus St. Ottilien zelebrierte zusammen mit Pfarrer Karl Rottach den Festgottesdienst. Pater Rudolf predigte eindrucksvoll zum ausgewählten Evangelientext Joh 15,1-15: 13 Mal kommt das Wort „bleiben“ vor: So sind auch die Jubilarinnen treu geblieben, haben die Gemeinschaft er-tragen, sind aber auch ge-tragen worden von ihr. Vier sehr schöne Jubiläumskerzen, mit Liebe verziert von unserer Oberin Sr. M. Martha, prangten auf dem Altar. Angela Holer, Musiklehrerin an der Marien-Realschule, ein ehemaliges Internatskind, sang die Bachkantaten „Schaff’s mit mir, Gott“ und „Ich halte treulich still“. Das Mittagessen, von unserem Koch und seiner Mitarbeiterin hervorragend zubereitet, fand in der Mensa statt. Schwester M. Martha begrüßte die Festgesellschaft herzlich und regelte den flüssigen Gang zum heißen Buffet. Am Nachmittag gestalteten Sr. M. Franziska und Sr. Anna Maria eine Hommage an die vier Jubilarinnen in Bildern und Worten. Danach gab es Kaffee und Kuchen. Der Tages-ausklang gehörte dem Schwesternkreis allein: Nach der feierlichen Vesper mit den Lieblings-bibeltexten der Jubilarinnen gab es ein schönes Abendessen im Mutterhaus. Gott hat uns allen und wir haben uns gegenseitig einen wunderschönen Tag geschenkt.

Bilder finden Sie hier.

 

Besuch der Schwestern des Kreszentia-Stifts

 

Die heilige Crescentia von Kaufbeuren ist nicht nur Schutzheilige und Namensgeberin unseres Klosters, sondern auch Patronin des „Kreszentia-Stifts“ in München. Deshalb freuen wir uns, dass wir „unsere Münchner Cousinen“ zusammen mit ihrem Hausgeistlichen Prälat Prof. Dr. Oberröder und dem Geschäftsführer Herrn Poka als Gäste begrüßen durften. Nach einer gemeinsamen Andacht in der Klosterkirche gab es bei Kaffee und Kuchen im Refektorium einen angeregten und frohen Austausch unter Schwestern und „Brüdern“.

Bilder von dem „Familientreffen“ finden Sie hier

 

 

Sonnengesänge 2018

 

 

Am vergangenen Sonntag endete die Veranstaltungsreihe der Sonnengesänge im besinnlichen Klosterberggarten für das Jahr 2018.

An dieser Stelle sei nochmals allen Sängern und Sängerinnen mit ihren Chorleitungen und den Instrumentalisten gedankt. Ebenso danken wir allen, die in der Vorbereitung, bei der Durchführung und bei allen praktischen Arbeiten so treu und tatkräftig geholfen haben. Schließlich ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die die Veranstaltung besucht und mit ihren Spenden dazu beigetragen haben, dass der Berggarten bepflanzt und gepflegt werden kann.

 

Crescentiakloster birgt einen bayerischen Heimatschatz

Ein Wettbewerb des Heimatministeriums und Kunstministerium, bei dem es um die Suche nach Schätzen ging, die in nichtstaatlichen Museen schlummern, fand auch bei uns Schwestern des Crescentiaklosters Anklang. In der Gedenkstätte der hl. Crescentia gibt es etliche Kostbarkeiten. Das sogenannte „Wächserne Mädle“ (Wachsfigur der Anna Pruggmayr), ein Votivgeschenk aus dem Jahr 1778, wurde prämiert und zählt nun zu den 100 besonders ausgezeichneten Heimat-schätzen Bayerns. An der Prämierung, die von Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und Kunstministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle in der Münchner Residenz vorgenommen wurde, nahmen Sr. M. Martha und Sr. Ursula Maria teil. Sie freuten sich, dass von den insgesamt 600 eingereichten Objekten ein „Schatz“ aus der Crescentia-Gedenkstätte prämiert wurde.

 

Albert Füracker, Sr. Ursula Maria Gruber, Sr. M. Martha Lang, Prof. Dr. med. Marion Kiechle

 

 

                                              

                                               Foto: Erwin Reiter, Haslach

 

Zu den wertvollsten Votivgaben im Crescentiakloster Kaufbeuren gehört diese lebensgroße, bayernweit einzigartige Wachsvotivfigur. Stifter war der wohlhabende Fürstenfeldbrucker Brauereibesitzer Franz Carl Pruggmayr. Seine 1768 geborene Tochter Maria Anna litt an Epilepsie, kein Arzt konnte helfen. 1778 versprachen die Eltern eine Wallfahrt zum Grab der 1744 verstorbenen Franziskanerin M. Crescentia Höß in Kaufbeuren und die Spende einer Votivgabe aus Wachs in der Größe und mit dem Aussehen der Tochter.

Maria Anna Pruggmayr wurde gesund, und die Eltern beauftragten 1778 den Augsburger Wachsmacher [Wachsbossierer] Peter Stürzer (um 1711-1780) mit der Herstellung dieser Figur. Sie wurde über einem Holzsockel modelliert. Zur Sicherung der Stabilität und zur Befestigung von Armen und Beinen dienten Metallstäbe. Selbst Kleidungsstücke, die gar nicht zu sehen sind (Strümpfe, Strumpfbänder, Unterrock), wurden bis ins Detail ausgearbeitet. Die 172 cm große und 50 Kilo schwere Wachsfigur ist Zeugnis dankbarer Frömmigkeit und hervorragender Handwerkskunst sowie Beispiel für die Fürstenfeldbrucker Tracht um die Mitte des 18. Jh. 

Vermutlich kam die Figur 1784 ins Kloster, denn damals wurde die Heilung ins “Guttatenbuch” des Kaufbeurer Klosters eingetragen: Maria Leutmayrin [Hörfehler für Pruggmayr] 10. Jahre alt von Fürstenfeldbrug hatte die hinfallende Kranckheit auf eine recht fürchterliche weis. Ihre Eltern nahmen das vertrauen zur M: [Maria] C: [Crescentia], verlobten eine Wallfahrt, und das Mägdlein war von dem übel gäntzlich befreyet.

 

Text: Dr. Karl Pörnbacher

 

 

 

 

Crescentiafest mit Erzabt Wolfgang Öxler OSB

 

Von der heiligen Crescentia geht eine große An-ziehungskraft aus. Dies zeigte die vollbesetzte Stadtpfarrkirche St. Martin und die Teilnahme von Fahnenabordnungen beim Gottesdienst des dies-jährigen Crescentiafestes. Doch worin besteht die Faszination Crescentias?

Dieser Frage ging der Festprediger, Erzabt Wolfgang Öxler aus der Benediktinerabtei St. Ottilien, nach. Er stellte ihr Leben in Verbindung zum Tagesevangelium (Gleichnis vom Weinstock). Die Ordensfrau Crescentia war sehr eng mit Christus verbunden, und nur deshalb konnte sie reiche Frucht bringen. Wie eine Blume blühte sie an dem Ort, an den Gott sie hingestellt hat. So beschrieb der Erzabt ihre anziehende Ausstrahlung.

Crescentia lebte als reife Christin. Dies zeigte sich in ihrer Güte, ihrem Frohsinn und ihrer Ge-lassenheit. Erzabt Wolfgang ermutigte, dass auch wir Christen von heute zum “Duften und Blühen“ berufen sind.

Die Messfeier, bei der mehrere Priester aus der Pfarreiengemein-schaft konzelebrierten, wurde musikalisch vom Kirchenchor und -orchester unter der Leitung von Daniel Herrmann mit der „Missa St. Barbarae“ von Meinrad Spieß eindrucksvoll gestaltet.  Der Musik-verein „Harmonie“ aus Oberbeuren begleitete zum Ende des Gottesdienstes das "Te Deum", den großen Lobgesang für Gott. Nach dem Gottesdienst waren alle Kirchenbesucher auf den Kirchplatz zur Begegnung bei Getränken und Brezen eingeladen. Hier sorgte die Musikkapelle Oberbeuren für zünftige musikalische Unterhaltung.

Wir Schwestern freuten uns, dass wir neben dem Erzabt von St. Ottilien weitere Gäste im Refektorium begrüßen durften.

Bilder finden Sie hier.

 

Tag des offenen Klosters

 

 Gut. Wir sind da.“ Unter diesem Motto luden Ordensgemeinschaften in ganz Deutschland am 21. April zum Tag der offenen Klöster ein. 

Auch wir Schwestern des Crescentiaklosters öffneten das große Klostertor und feierten mit zahlreichen Besuchern ein Fest der Begegnung.

Der Tag begann mit der Heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Martin, die Stadtpfarrer Bernhard Waltner mit uns feierte. Musikalisch mitreißend gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor Eggenthal (mit Instrumentalisten) unter der Leitung von Christine Rietzler.

„Der Geist ist es, der lebendig macht (Joh 6,63)“, dieser Vers aus dem Tagesevangelium war Leitthema der Eucharistiefeier. „Wir Christen dürfen auf die zukunftsstiftende Kraft des Heiligen Geistes vertrauen“, so ermutigte Pfarrer Waltner in seiner Predigt. Lebendigkeit und Vielfalt des klösterlichen Auftrags wurde bei den Fürbitten veranschaulicht. Gruppen aus Schwestern, Ehrenamtlichen und Freunden des Klosters, sowie Schülerinnen des Internats brachten für die Aufgabenbereiche der Gemeinschaft verschiedene Symbole zum Altar. Dadurch wurde sichtbar, dass uns Schwestern viele Menschen bei der Verwirklichung unseres Auftrages zur Seite stehen.

Einen Einblick, wie bunt Ordensleben ist, gab das anschließende Programm im Crescentiakloster. Bei strahlend blauem Himmel stärkten sich die Besucher mit einem einfachen Mittagsessen im Klosterhof oder im Refektorium (Speisesaal). Danach gab es neben kalten Getränken und Kaffee ein vielfältiges Angebot an hausgemachten Kuchen, die zahlreiche Helferinnen gebacken hatten.

 

Für zünftige musikalische Unterhaltung sorgten die „Obergünzburger Pfutzger“. Den ganzen Nachmittag hatten unsere Gäste die Möglichkeit, unter vielen Angeboten zu wählen.  Rosenkranzknüpfen, Kerzenverzieren, Führungen durch den Berggarten, gestaltete Gebetszeiten, Filme, Gespräche über das Ordensleben und Workshops zu geistlichen Themen – es war für jedes Interesse etwas geboten. Die kleinen Besucher beschäftigten sich spielerisch und kreativ mit den Themen Klosterleben, Crescentia und Franziskus. Besonderen Zuspruch fanden die Führungen durch die Klosteranlage. Dafür öffneten wir auch den normalerweise nicht öffentlich zugänglichen „Klausurbereich“.

 

Festlich abgerundet wurde der Tag durch die gemeinsame Vesper, dem klösterlichen Abendgebet. Dieses wurde mit verschiedenen Musikinstrumenten und Gesang von Schwestern der Gemeinschaft musikalisch gestaltet. Oberin Schwester M. Martha gab zu Beginn noch einen Einblick in diese Form des klösterlichen Gebets. Dankbar blickte sie zum Abschluss in einer kurzen Ansprache auf die vielen schönen Begegnungen des Nachmittags zurück und dankte im Namen von uns Schwestern auch all den fleißigen Helferinnen und Helfern. Das Motto des Tages „Gut. Wir sind da“ kann als Resümee noch folgendermaßen ergänzt werden: Gut, dass uns so viele Menschen in unserem Dasein für Gott und die Menschen unterstützen und den Weg mit uns gehen – nicht nur am Tag des offenen Klosters.

Bilder zu diesem schönen Tag finden Sie hier.

Und hier noch eine Rückmeldung (per Post) der "Obergünzburger Pfutzger" zum Tag des offenen Klosters.