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Unsere Gebetszeiten sind gleichsam der Längsbalken des Kreuzes, die Verbindung zwischen Erde und Himmel, die den Querbalken der Aktivitäten, die horizontale Ausrichtung auf den Menschen, trägt. So verbindet täglich drei Mal unser Stundengebet das „Oben mit dem Unten, das Drinnen mit dem Draußen": - vor der Arbeit das Morgenlob (Laudes) - in der Mittagspause das Mittagsgebet (Sext) - am Abend das Abendlob (Vesper, Komplet)
 Die tägliche Eucharistiefeier bildet den Mittelpunkt und erinnert uns immer wieder an den Ursprung unserer Berufung: die Liebe Gottes zum Menschen. Warum stehen Gotteslob, Danksagung und andere Gebetsformen (Meditation, Rosenkranz, Kreuzweg u. a.) an erster Stelle unseres „Tuns"?: Weil wir Distanz finden zum täglichen Tun, neue Kraft gewinnen für unser Schwestersein und den Auftrag erfüllen, stellvertretend für andere deren Sorgen und Nöten, Ängsten und Fragen vor Gott zu bringen. Wir stehen darin in der Verpflichtung, die uns die heilige Crescentia vorgelebt und zur Weiterführung aufgetragen hat.
Zu unseren Gottesdiensten in unserer Klosterkirche sind Mitfeiernde und Mitbetende herzlich eingeladen. Wer das „Es ist noch mehr drin im Leben als ..." sucht, der findet hier die Oase, die im Stillwerden ein Auftanken ermöglicht. Es ist nämlich etwas dran, wenn Besucher, durch die Klosterpforte eintretend, im Klosterhof stehen bleiben und sagen: „Eine Oase mitten in der Stadt!". Hinter den Klostermauern verbirgt sich tatsächlich ein stilles grünes, je nach Jahreszeit buntes Fleckchen Erde, das einlädt zum Ruhigwerden und Besinnen. Verschiedene Angebote wollen dies vermitteln: - im Sprechzimmer ein geduldig zuhörendes Ohr - Tage der kurzen geistlichen Rast, auf Wunsch mit geistlicher Begleitung durch eine Schwester - Exerzitien- oder Besinnungstage
Ihre Freude und Ihre Hoffnung, Ihre Ängste und Ihre Trauer, Ihr Glauben und Ihr Zweifeln können Anlass sein, unsere Offenheit herauszufordern.
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