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 Neues aus dem Kloster

 

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Mit dem heiligen Franziskus im Berggarten

«Besinnliche Stunde» - Bei Vorstellung des spirituellen Führers durch die Anlage steht der «Sonnengesang» im Mittelpunkt - Premiere für neue Vertonung von Karl-Michael Ranftl

Gerade noch rechtzeitig zeigte sich an diesem Samstagnachmittag die Sonne, als im Berggarten des Kaufbeurer Crescentiaklosters die «Besinnliche Stunde» begann. Vorgestellt wurde dabei der neue spirituelle Führer durch den Garten mit Texten und Impulsen zum «Sonnengesang» von Franz von Assisi (wir berichteten).
Mit dessen Gruß «Pace e Bene» (Frieden und Heil) begrüßte denn auch die Generaloberin M. Regina Winter die zahlreichen Besucher, ehrenamtlichen Helfer des Berggartens, Fotografen und Mitwirkende des Begleitbüchleins sowie den Kirchenchor Honsolgen unter der Leitung von Reinhold Geiger.

Sie berichtete aus dem Leben des Heiligen und Ordensgründers, der behütet und glücklich aufwuchs und nach der Kriegsgefangenschaft in Perugia durch die Begegnung mit einem Aussätzigen einen Wendepunkt in seinem Leben erfuhr. Vom Papst holte er sich die Erlaubnis, als Wanderprediger zu wirken, verzichtete auf das väterliche Erbe und stellte sein Leben bettelarm in den Dienst Gottes.

Als er in seinem 43. Lebensjahr schwer erkrankt, verfasst er im Kloster San Damiano den «Sonnengesang», eines der meist rezitierten Gebete des heiligen Franziskus.
Das auf dieser Grundlage entstandene Begleitbüchlein «Wenn es dir gut tut, komm!» solle Anregung für so manche Lebenssituation geben.

Besonders hob Winter die Arbeit von Susanne Seiffert bei der Gestaltung des Bändchens und des Arbeitskreises Fotografie der Volkshochschule unter der Leitung von Peter Ernszt hervor, der die stimmungsvollen Aufnahmen beisteuerte, die alle im Berggarten entstanden sind.

Auch für die vielen Arbeitseinsätze, die diesen Garten erst ermöglicht hätten, sprach Winter den ehrenamtlichen Helfern und dem Crescentia-Freundeskreis ihre Anerkennung aus.

«Geschenk aus den Straßen»

Nach einem gemeinsamen Singen berichtete der Landsberger Musiker Karl-Michael Ranftl von seiner Suche nach der verschollenen Originalmelodie des Sonnengesangs in Italien. Als «Spielmann Gottes» sei Franziskus dem Mittelalter sehr verbunden gewesen, sodass eine Melodie im Stil des Minnegesangs sehr wohl vorstellbar sei.

Doch leider sei er auf seinen Streifzügen durch Assisi nicht fündig geworden. Durch die Begegnung mit einem Bettler sei jedoch eine Melodie in seinem Kopf entstanden. Dieses «Geschenk aus den Straßen von Assisi» ergänzte Ranftl mit einer Gitarrenbegleitung, wie sie wohl auch Fra Pacifico, der Lauten spielende Begleiter des heiligen Franziskus, intoniert haben könnte. Anschließend trug der Musiker erstmals sein «Sonnengesang»-Vertonung in umbrisch-italienischer Sprache vor.

Nach einer Lesung stellte Pfarrer Hermann Ritter in seiner Predigt die Frage: «Was ist der Mensch aus Gottes Sicht?» und bemängelte, dass die Menschen sich selbst zu sehr als Krone der Schöpfung wichtig nähmen. Dabei werde oft übersehen, was durch ihre Schuld von der Schöpfung übrig blieb: «verpestete Luft, verstrahlte Pflanzen, Unrat, Ölteppiche im Meer und sterbende Wälder.»

Er mahnte, dass der Status des Menschen, nach «Gottes Ebenbild» geschaffen zu sein, nicht nur Auszeichnung sei, sondern vor allem eine Verpflichtung, der sich die Menschen würdig erweisen müssten. Wie Vogelgezwitscher mutete das von Ranftl anschließend gepfiffene Musikstück an, das erst durch die folgende Gitarrenbegleitung zum Lied wurde.

Nach einem gemeinsamen Chorgesang und Fürbitten endete die besinnliche Stunde im Berggarten mit dem Segen von Pfarrer Ritter. (kle)
Allgäuer Zeitung, Montag 6. September www.all-in.de

 

Gedenktag
der Heiligsprechung von M. Crescentia Höß
am 25. November 2010

Zur guten Tradition geworden, feiern am 25. November – heuer zum neunten Mal - die Pfarreien-gemeinschaft St. Martin, die Schwestern des Crescentiaklosters und viele Verehrer der hl. Crescentia miteinander den Tag der Heiligsprechung. Bei einem festlichen Gottesdienst, dem der ehemalige Stadtpfarrer und jetzige Kloster- und Wallfahrtsseelsorger Adolf Nießner vorstand, dankten wir Gott für das Leben und Wirken der hl. Crescentia. In einer Lichterprozession pilgerten wir zum Geburts-
haus Crescentias in der Neuen Gasse, dann weiter über die Fußgängerzone zum Crescentiakloster. Nach abschließenden Gebeten und Liedern im Klosterhof erteilte Pfarrer Nießner allen Gläubigen den Segen.

Einführung des neuen Seelsorgers

In einer Messfeier am 20. November wurde Pfarrer Adolf Nießner nun offiziell als unser Kloster- und Wallfahrtsseelsorger eingeführt. Zu diesem Anlass kam der Ordensreferent unserer Diözese, Domkapitular Prälat Dr. Bertram Meier, in unsere Gemeinschaft. Er stand der Eucharistiefeier vor und ging in seiner Predigt auf das Symbol des Briefes ein. Entnommen ist der Gedanke der Lesung aus dem 2. Korintherbrief 3,3: „Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes.“ „Ihr seid ein Brief Christi“ – damit ist jede/r einzelne gemeint, aber auch wir als ganze Gemeinschaft. Wir Schwestern des Crescentiaklosters sind ein Brief Christi; wir haben eine Botschaft für unsere Stadt und darüber hinaus. Zusammen mit unserem neuen Seelsorger wollen wir nun weiter „schreiben“ an dieser Botschaft
 

Von der Lust, ein Ordenschrist zu sein

Am Sonntag, den 03.10.2010, fand bei den Franziskanerinnen des Crescentiaklosters die Feier der Ordensjubiläen statt. Sr. Wendelina erlebte ihr 60. und damit das eiserne Jubiläum, Sr. Imelda, Sr. Magdalena und Sr. Theresita begingen mit 50 Jahren ihre goldenen Jubiläen. Sr. Teresa lebt seit 40 Jahren im Kloster und Sr. Franziska feierte ihr „Silbernes“ mit 25 Jahren. Der Festgottesdienst fand in der Institutskirche statt, denn auch dieses festungsartige Gebäude erreicht einen besonderen Jahrestag, nämlich seinen 80-jährigen.
Sonnenstrahlen erhellten an diesem Vormittag den mit Blumen und reichen Erntegaben geschmückten Altarraum fast mystisch, drei Geistliche und fünf Ministranten vollzogen die Liturgie.
Die Kirche war voll und mucksmäus-
chenstill, als Pater Rudolf von St. Ottilien seine Festpredigt hielt: von der Lust, katholisch zu sein, von der Lust, ein Ordenschrist zu sein. Wohl gemerkt, es heißt nicht: vom besseren Weg, katholisch oder klösterlich zu sein! Das Schöne an den Worten Pater Rudolfs war, dass er den Erntedanksonntag mit dem Dank der Franziskanerinnen für die vielen Jahre im Kloster verband.  
Wenn man wissen will, wie es um die Atmosphäre in einer Gemeinschaft bestellt ist, schaut man darauf, wie sie miteinander feiern. Das fröhliche Fest am 3. Oktober wirft ein Licht auf die große Fähigkeit der Ordensleute zu feiern! Nach dem eineinhalbstündigen Gottesdienst fand für die Schwestern und für die geladenen Gäste ein Festmahl in der neuen Mensa des Internates statt. Nach dem Essen lud natürlich das zauberhafte Herbstwetter zu Spaziergängen im schon weithin berühmten Berggarten oder im großen Instituts-Kräutergarten ein. Am Nachmittag belebte ein Diavortrag schöne Erinnerungen, z.B. wie Schwestern vor 50 Jahren eingekleidet wurden: weiß
wie Bräute. Oder wie sie noch im strengen geschlossenen Schleier auftraten. Auch die Bilder bereits verstorbener Schwestern, die lange treu im Kloster gelebt hatten, wurden gezeigt: Fast immer lächeln sie auf den Bildern oder zeigen ein strahlendes Gesicht:
Es ist eben doch auch eine Lust, Ordensfrau zu sein!
 

GlaubensFest 2011
750 Jahre Kloster – 10 Jahre heilige Crescentia
 

Wir Schwestern begannen unser Jubiläumsjahr am 12. März mit einem Besinnungstag. Dieser Tag, den unser Klosterseelsorger Pfarrer Adolf Nießner mit uns gestaltete, stimmte uns auf die österliche Bußzeit ein und wies zugleich auf das Wichtigste bei allen anstehenden Feierlichkeiten hin: den gelebten Glauben an Gott. So stand der Tag unter dem Thema eines Gebetes von Reinhard Sorge (1892 – 1916):
‚Dies sei alle Tage meine Sorge, meine Frage,
ob der Herr in mir regiert,
ob ich in der Gnade stehe,
ob ich nach dem Ziele gehe,
ob ich folge, wie ER führt.’
Am Sonntag, 13. März machten wir dann auf Anregung unseres neuen Stadtpfarrers Thomas Renftle eine Wallfahrt. Fast alle Schwestern, Stadtpfarrer Renftle, Pfarrer Nießner und engagierte Mitarbeiter aus dem Vorbereitungsteam für das GlaubensFest begaben sich mit dem Bus auf den Weg nach Markt Rettenbach. Nach einer kurzen Erklärung der Pfarrkirche St. Jakobus stimmte uns Pfarrer Nießner mit Lied und Gebet auf die Wallfahrt ein. Nach einem kurzen Fußweg, auf dem wir den Rosenkranz beteten, kamen wir an der Kapelle Maria Schnee in dem Ort ‚Kapelle’ an. Der Weg ist Teil des Jakobusweges und des Crescentia–Pilgerweges. Es ist gut möglich, dass auch unsere hl. Crescentia diesen Weg gegangen ist. Vor dem Gnadenbild in der Kapelle baten wir Maria, die Schwester und Mutter aller Glaubenden, um ihre Fürbitte für einen guten Verlauf des Jubiläumsjahres.
Im Gasthaus Lindenau neben der Kapelle stärkten wir uns mit Kaffee und Kuchen. Dankbar für den schönen Nachmittag fuhren wir dann mit dem Bus wieder zurück nach Kaufbeuren.
 

Die bayerischen Bischöfe zu Gast in Kaufbeuren

Ein erster Höhepunkt des GlaubensFestes 2011 war ein festlicher Pontifikalgottesdienst am 23. März in der Stadtpfarrkirche St. Martin. Die Freisinger Bischofskonferenz tagte in Irsee und besuchte in diesem Zusammenhang unser Kloster und die Stadt Kaufbeuren. Voraus ging die Einladung an die bayerischen Bischöfe, mit uns 750 Jahre Kloster und 10 Jahre Heiligsprechung Crescentias zu feiern. Es war ein schönes Fest. Mit 15 Bischöfen Gottesdienst zu feiern - das werden wir wohl so schnell nicht mehr erleben! Der neue Bischof unserer Diözese, Konrad Zdarsa, begrüßte die Kirchenbesucher. Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München-Freising, war der Hauptzelebrant. In seiner Predigt erläuterte er den Sinn der österlichen Bußzeit und ermutigte uns, die große Botschaft unseres Glaubens zu leben, die Grenzen des Menschen anzuerkennen und dafür auch öffentlich Zeugnis zu geben. Die Kaufbeurer Martinsfinken mit Orchester trugen wesentlich zur festlichen Gestaltung des Gottesdienstes bei. Nach der Messfeier gab es eine lange Lichterprozession mit Begleitung der Stadtkapelle in unseren Klosterhof. Schwester Regina, unsere Generaloberin, begrüßte die Bischöfe und alle Gläubigen. Nach einer kurzen Andacht nutzten die Bischöfe die Gelegenheit, um noch in Stille am Grab der hl. Crescentia zu verweilen. Für die Bischöfe und die geladenen Gäste gab es anschließend einen Empfang im Kaufbeurer Rathaus. Wir Schwestern waren von diesem Ereignis beeindruckt und wir danken den bayerischen Bischöfen für ihre Verbundenheit mit uns in diesem Jahr des Glaubens.
 

Crescentias feiern ihren Namenstag im Kloster

Über 60 Frauen und Mädchen, die den Namen Crescentia tragen, ließen sich am Sonntagnachmittag ins Crescentiakloster einladen. Das wunderschöne Frühlingswetter war beste Voraussetzung, um sich im Klosterhof zu sammeln und sich gegenseitig zu begrüßen. Danach wurden alle von Generaloberin Sr. Regina im Wallfahrerraum willkommen geheißen. Herr Blumberg, der Künstler des Puzzle-Tau, das beim Klostertor angebracht ist, stellte kurz das Tau als begleitendes Symbol für das Glaubensjahr vor. Jede Veranstaltung während des Festjahres erhält ein Puzzleteil, so auch der Crescentia-Namenstag. Bereits beim Nachhauseweg konnten die Crescentias „ihr“ Teil im Tau sehen. Sie werden sich künftig durch dieses Symbol mit dem Kloster und dem Jubiläumsjahr verbunden wissen.
Schwester Ursula Maria stellte den Besucherinnen das Leben der hl. Crescentia vor und machte diese Lebensbeschreibung durch entsprechende Dias anschaulich. Immer wieder stellte sie eine mögliche Verbindung zu den Gästen mit ihren Erfahrungen und Situationen her.
Danach waren die „Namenstagskinder“ zu Kaffee und Kuchen ins schön geschmückte Refektorium eingeladen. Eine frohe und entspannte Atmosphäre war spürbar. Frau Miller aus Jengen trug ein selbst verfasstes Gedicht im Allgäuer Dialekt vor, in dem sie Erinnerungen an das „Klösterle“ in Kaufbeuren und Erfahrungen mit der jetzt heiligen Crescentia beschrieb. Das war eine nette Überraschung für Gäste und Schwestern.

Nach dem Beisammensein im Refektorium war Gelegenheit, sich das Kloster anzuschauen. Wir öffneten auch solche Bereiche, die sonst zur Klausur gehören, also zu dem Teil, zu dem nur Schwestern Zutritt haben. So machten sich die Frauen auf den Weg durchs Haus: Kreuzgang mit der Zelle Crescentias, Votivschränke, Gedenkstätte, Klosterladen, Berggarten. Die Kinder waren mit Sr. Franziska unterwegs – u. a. auf dem Spielplatz im Alleeweg und im Klosterberggarten.
Der Abschluss des Nachmittags im Kloster war am Grab der hl. Crescentia in der Kirche. Dort hielt Pfarrer Adolf Nießner eine kurze Andacht mit Gebeten und Liedern zur hl. Crescentia. Mit einem Kreuz, das Reliquien von Crescentia enthält, segnete er alle Anwesenden. Wer wollte, konnte sich noch einzeln die Reliquie auflegen lassen.
Den Tag insgesamt rundete eine Vesper in der Stadtpfarrkirche St. Martin ab. Musikalisch wurde dabei der Bezug zu Crescentias Lebens hergestellt. Meinrad Spieß, Prior von Irsee und mit Crescentia eng verbunden, vertonte die Psalmen, die von den Kirchenchören St. Martin Kaufbeuren und Mariä Himmelfahrt Buchloe zusammen mit Orchester erstmals wieder aufgeführt wurden.
Wir gratulieren nochmals allen, die den Namen Crescentia tragen, zum Namenstag und wünschen ihnen den Segen Gottes und die spürbare Begleitung unserer und ihrer heiligen Crescentia!

Feier der Karwoche

Die Segnung der Palmzweige in unserem Klosterhof und der feierliche Einzug in die Kirche mit anschließender Mitfeier der Palmsonntagsliturgie standen am Beginn der Karwoche. In dieser Woche vor Ostern wollen wir uns mit dem leidenden Herrn verbinden und seinen Weg vom Einzug als König der Liebe und des Friedens in Jerusalem über die Feier des Letzten Abendmahls am Gründonnerstag, den Kreuzweg am Karfreitag bis zur Grablegung und dann der Auferstehung an Ostern mitgehen. Wir erinnern uns in den liturgischen Feiern an das Heilswirken Jesu und lassen es gegenwärtig werden für unsere ganz konkrete Zeit und Situation. Die Mitfeier der Karwoche und des Osterfestes ist ein Höhepunkt in unserem klösterlichen Gemeinschaftsleben, die uns wieder tiefer mit Jesus Christus, der uns in seine Nachfolge berufen hat, und miteinander verbindet.
„Gesegnet sei, der kommt im Namen des Herrn!“.
                                                                      

„Tut, was ER euch sagt!“ – Professfeier im Kloster

Der 1. Mai bot viele Anlässe zum Feiern und Danken: Weißer Sonntag mit Erskommunion-feiern in vielen Pfarrgemeinden, Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit, Seligsprechung von Papst Johannes Paul II., und wir im Crescentiakloster feierten mit zwei Schwestern ihre Profess. Schwester M. Angelika erneuerte ihre Gelübde und versprach, für weitere drei Jahre in Armut, eheloser Keuschheit und in Gehorsam in unserer Gemeinschaft zu leben. Schwester Ursula Maria gelobte, ihr ganzes Leben lang nach den Evangelischen Räten und nach den Satzungen unserer franziskanischen Gemeinschaft mit uns zu leben und so Christus nachzufolgen.

Zusammen mit den Angehörigen, Bekannten und Freunden der beiden Schwestern und vielen Gottesdienstbesuchern feierten wir in der Pfarrkirche St. Martin diese Professerneuerung. Der Eucharistiefeier stand Domkapitular Prälat Dr. Bertram Meier als vom Bischof beauftragter Ordensreferent vor. Konzelebranten waren unser Klosterseelsorger Pfarrer Adolf Nießner, ein Onkel und der geistliche Begleiter von Sr. Ursula Maria, sowie Diakon Michael Bobritz.
In seiner Predigt ging Pfarrer Nießner auf das Evangelium von der Hochzeit zu Kana ein. Wichtig ist, dass wir in unserem Leben den „Gast“ Jesus Christus erkennen und die Krüge des Lebens füllen – den Krug der Freude, des Glaubens, der Liebe. „Tut was er euch sagt“ und traut dem Wunder der Neuschöpfung!

Die Professfeier war reich an symbolischen Handlungen. Die Schwestern wurden aufgerufen und antworteten jeweils mit „Ich bin bereit!“ Beide Schwestern lasen die eigenhändig geschriebene Urkunde vor und gaben damit ihr Versprechen für die nächsten drei Jahre bzw. für die Dauer des ganzen Lebens. Diese Urkunde wurde dann auf dem Altar unterschrieben. Bei der Ewigen Profess kommt als sehr ausdrucksstarkes Zeichen die Prostratio dazu. Dabei liegt die Schwester vor dem Altar flach auf dem Boden, während die Allerheiligenlitanei gesungen wird und legt sich somit ganz in Gottes Hand. Als Symbol für die Treue zu Christus bekommt sie von der Generaloberin einen Ring. Beiden Schwestern wird eine Kerze überreicht – Symbol für Christus, das Licht, und Auftrag, selber Licht für die Welt zu sein.
Nach dem festlichen Gottesdienst waren alle Gottesdienstbesucher auf den Kirchplatz eingeladen. Dort konnten sie den Festtagsschwestern ihre Glückwünsche aussprechen und sich bei Wasser und „Klosterweckle“ ein wenig stärken.                                      

Kaufbeurens Musikanten gratulieren

Das Fest-Wochenende im Rahmen unseres Jubiläumsjahres ist eröffnet. Kaufbeurer Blaskapellen kamen im Sternmarsch zum Obstmarkt direkt vor unser Kloster. Sie gratulierten uns Schwestern im Namen der Stadt zum Doppeljubiläum in diesem Jahr – 750 Jahre Kloster und 10 Jahre Heiligsprechung Crescentias.
Dieser Abend war tatsächlich ein wunderbares Geschenk für uns Schwestern – herzliche Worte, stimmungsvolle Musik, wunderschönes Wetter, viele begeisterte und frohe Menschen.


Am Tag darauf feierten wir einen festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin mit Reinhard Kardinal Marx und mehreren Priestern, die mit zelebrierten. Gestaltet wurde die Messe von Kirchenchor und Orchester von St. Martin. Sie sangen und spielten die Missa S. Fausti – Militis et Martyris (op. IV/2) von Pater Meinrad Spieß.
Nach dem Gottesdienst führte eine Prozession in den Innenhof unseres Klosters. Dort war eine kurze Andacht und Kardinal Marx segnete die zahlreich gekommenen Gläubigen mit dem Kreuz, in dem eine Reliquie der hl. Crescentia enthalten ist. Dieses Reliquienkreuz steht sonst im rechten Seitenaltar der Pfarrkirche St. Martin.
Da das Gebet von Stadtpfarrer Thomas Renftle erhört wurde, das er noch am Morgen an Crescentia gerichtet hatte (Crescentia gebot tatsächlich dem Regen Einhalt!), konnte der Frühschoppen im Klosterhof stattfinden.
Das Wetter ließ uns auch bei den dritten „Sonnengesängen“ im Berggarten am späten Nachmittag nicht im Stich. Diesmal waren die Kaufbeurer Martinsfinken an der Reihe. Der herrliche Chorgesang – immer wieder begleitet vom Gezwitscher der Vögel im Garten – war zu Ende und die Wolken entleerten sich. Schließlich bildete sich ein wunderbarer Regenbogen über Kaufbeuren. Ist dies nicht eine ganz hoffnungsvolle Zusage unseres Gottes für Kloster, Stadt und Land?! Der Regenbogen – ein Zeichen des Bundes zwischen Gott und uns Menschen, ein Zeichen, dass ER uns nicht im Stich lässt!

Höhepunkte im Rahmen des GlaubensFestes

Nach dem gelungenen Sternmarsch der Kaufbeurer Blaskapellen stand am Samstag, 14. Mai der Festakt auf dem Programm. Der Stadtsaal war ganz gefüllt mit Gästen, die der Einladung gefolgt sind. Nach der Begrüßung durch Generaloberin Sr. Regina Winter gab es sehr ansprechende Grußworte. Herr Oberbürgermeister Stefan Bosse, Frau Staatsministerin Dr. Beate Merk und Herr Domkapitular Prälat Dr. Bertram Meier würdigten das Jubiläum. Der Festredner Dr. Karl Pörnbacher stellte zudem sein Buch vor „Auf dem Weg zu Gott und zu den Menschen“, das er unserem Kloster zum 750jährigen Jubiläum widmete. Musikalisch umrahmt wurde der festliche Abend vom Blechbläser-Ensemble Kaufbeuren, das u. a. die von Frau Mimi Gnedel-Hahn komponierte Crescentia-Fanfare zum Erklingen brachte.
Nach dem offiziellen Programm nutzten die Gäste die Einladung zum Umtrunk und zu persönlichen Begegnungen.

Lesung mit Dr. Karl Pörnbacher zugunsten der Internatsstiftung St. Maria Kaufbeuren

Am 1. Juni 2011 lud die Internatsstiftung St. Maria zu einer Lesung mit Dr. Karl Pörnbacher ein.
Anlässlich des Glaubensfestes 2011 – 750 Jahre Crescentiakloster und 10 Jahre Heiligsprechung – stellte Herr Dr. Pörnbacher die Klosterchronik „Auf dem Weg zu Gott und den Menschen“ vor. Sehr anschaulich, lebendig und treffend erzählte er aus seinem Buch über die unterschiedlichen Geschehnisse im Laufe der Geschichte in unserem Kloster.
Musikalisch wurde der Abend umrahmt vom Geigenensemble unter der Leitung von Frau Marita Knauer und vom Schulchor der Marien-Realschule, die den Titelsong aus dem neuen Crescentiamusical als Premiere unter der Leitung von Frau Mitchell darboten. In der Pause reichte das Internatsteam eine kleine Erfrischung und es gab Gelegenheit neben der Klosterchronik auch das neue Gedächtnisspiel: „Crescentia und ihr Kaufbeuren“ käuflich zu erwerben.
Im Namen des Crescentiaklosters dankte Sr. M. Martha für den gelungenen Abend sowie für die Vorbereitung durch Herrn Realschuldirektor Rudolf Wisbauer und Internatsleiterin Sr. Anna Maria Stein.

Abschied von Schwester M. Notburga

In diesen Tagen nahmen wir Abschied von unserer Schwester M. Notburga. Nach einem erfüllten Ordensleben – sie war 64 Jahre in unserer Gemeinschaft – hat Gott sie in seinen ewigen Frieden aufgenommen.
Am 15. Oktober wäre sie 100 Jahre alt geworden.
Schwester M. Notburga diente pflichtbewusst in bescheidener, selbstloser Weise und aufopfernder Liebe uns Mitschwestern. Ein besonderes Merkmal war ihre Freude an oft kleinen und unscheinbaren Dingen. In der Begegnung mit ihr spürten alle ihre wohlwollende, erheiternde Fröhlichkeit. Sie war der Sonnenschein auf unserer Krankenstation. In eifrigem Gebet brachte sie die ihr anvertrauten Sorgen zu Gott und holte sich Kraft für den eigenen Alltag.
Ein Ausspruch unserer hl. Crescentia hat sich in der Person von Sr. M. Notburga bewahrheitet: „Fröhlichkeit ist dem gegeben, der Gott sucht und ihn liebt.“

„Himmlische Weibsbilder“

Das Kellergewölbe in der Ludwigstraße 5 in Kaufbeuren war für uns der Ort für unseren monatlichen geistlichen Impuls zur Lebenserneuerung. In diesem Gewölbe ist zurzeit die Skulpturenausstellung von Det Blumberg mit dem Titel „Himmlische Weibsbilder“ zu sehen. Manche von uns Schwestern waren zunächst skeptisch, ob dieses Angebot mit dem eigenartigen Titel tatsächlich eine Anregung für das geistliche Leben sein kann. Ja, es kann! Es werden sieben Frauen dargestellt, denen sieben Tugenden zugeordnet werden: Tapferkeit, Gerechtigkeit, Klugheit und Maß sowie die göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung, Liebe.
Det Blumbergs „himmlische Weibsbilder“ sind nicht nur Beispiele faszinierender, ja erschütternder Kunst, sondern kernige Vorbilder für jede/n von uns in unseren existentiellen Nöten und Kämpfen.

Übrigens: Die Ausstellung ist noch bis 2. Oktober zu sehen.
 

Wenn es dir gut tut, komm!

Mit dieser Einladung, die ursprünglich der hl. Franziskus seinem Mitbruder Leo gegenüber ausgesprochen hat, öffneten wir am 23. Juli das große Tor zu unserem Kloster. Auch viele andere Türen zu Räumen, die sonst im Klausurbereich, also den Schwestern vorbehalten sind, gingen an diesem Tag für unsere Besucher auf. Bei den Führungen durch das ganze Kloster fanden gar nicht alle Interessierte beim ersten Mal Platz; sie mussten auf die nächste Führung warten und konnten in der Zwischenzeit eines der zahlreichen Angebote wahrnehmen – Kerzen verzieren, offenes Singen, Tau bemalen, Bibelgespräch, Rosenkranz knüpfen, Gespräch über Ordensleben, Berggartenführung, eucharistische Anbetung, Rosenkranzgebet, Flohmarkt, Stärkung bei einer kleinen Mahlzeit im Refektorium und dabei den „Nordhang-mannen“ oder den „Crescentiabläsern“ zuhören. Bereits beim Morgenlob zu Beginn des Tages fanden sich viele Gäste in unserer Klosterkirche ein; auch beim Mittagsgebet und beim Schlussgottesdienst waren wir eine große Gebetsgemeinschaft. Die musikalische Begleitung der Gottesdienste übernahm unsere Klosterband „Frische Brise“. Die Zelebranten bei der Messfeier waren Landvolkseelsorger Rainer Remmele und unser Klosterseelsorger Adolf Nießner.

Zwar haben wir uns alle für diesen Tag schönes Wetter gewünscht. Doch es regnete fast den ganzen Tag. Vielleicht hat so unser Kloster erst recht einen Raum von Geborgenheit und Nähe ermöglicht?

Die Einladung „Wenn es dir gut tut, komm!“ gilt auch über den Tag des offenen Klosters hinaus. Informieren Sie sich über unsere Angebote. Vielleicht ist etwas dabei, das Ihnen gut tut. Bei manchen ist es ein stilles Verweilen in der Klosterkirche oder im Berggarten. Andere gönnen sich einen Oasentag. Manchen tut ein Gespräch mit einer Schwester oder geistliche Begleitung gut. Auch eine längere Auszeit in Form von Exerzitien kann eine Möglichkeit sein, sich etwas Gutes zu tun.

Ordenstag

Am 1. Oktober erhielt das TAU-Kreuz vor unserem Klostertor am Obstmarkt ein weiteres Puzzleteil. Über 70 Ordensleute aus 18 verschiedenen Gemeinschaften – Frauen und Männer – sind unserer Einladung zum Ordenstag in das Institut St. Maria gefolgt. Den Auftakt des Tages und die Begleitung des Morgenlobes übernahm der Posaunenchor der evangelischen Dreifaltigkeitskirche. Herr Dr. Pörnbacher hielt das Hauptreferat zum Thema des Tages „Arm in Arm – die Sozialarbeit der Klöster im Laufe der Jahrhunderte“. Danach konnten sich die Teilnehmer für verschiedene Interessensgruppen entscheiden. Etliche Schwestern und Brüder nutzten am Nachmittag die Gelegenheit, in unser Mutterhaus in der Stadtmitte zu gehen und dort Crescentia in ihrer Grabeskirche zu besuchen, ihre Zelle und den Kreuzgang zu besichtigen und sich in der Gedenkstätte von Dr. Pörnbacher Informationen geben zu lassen. Es gab auch Gelegenheit, den Berggarten und das Haus St. Franziskus anzuschauen.
Das Mittagessen in der Mensa sowie der Nachmittagskaffe waren willkommene Gelegen-heiten, einander zu begegnen und ins Gespräch zu kommen.
Der Ordenstag endete in der Institutskirche mit der Eucharistiefeier, zu der unser Ordens-referent Prälat Dr. Bertram Meier kam. In seiner Predigt ging er auf die Entweltlichung der Orden ein. Er sagte: „Entweltlichung der Orden heißt, mit „weniger“ zu leben. … weniger Mitglieder, weniger Geld, weniger Wachstum, weniger Seelsorger, aber auch weniger Gläubige. … Vieles wird weniger. Wir sind im Minus. Aber es gibt auch die Gnade des Minus. Die Entweltlichung gehört dazu. Mit „weniger“ leben kann heißen: weniger Besitz, weniger volle Terminkalender, weniger Kreise und Vereine draußen, weniger Ablenkung, weniger Stress, weniger Einfluss, weniger Macht, weniger Tempo, weniger Feiern und Feste, weniger Öffentlichkeit. Wenn wir uns auf weniger einlassen, kann die vermeintliche Armut zum Reichtum werden, das scheinbare Minus zum Magis: mehr Zeit für sich selbst, mehr geistliches Leben, mehr Anbetung, mehr Stil im alltäglichen Leben, mehr Ausstrahlung von innen, mehr Wirkung nach außen.“

Herzlichen DANK nochmals an alle, die den Ordenstag mit vorbereitet und in irgendeiner Weise mit gestaltet haben!


Serenade im Klosterhof

Jedes Jahr im Herbst freuen wir uns auf die Serenade des Musikvereins Hirschzell in unserem Klosterhof. Auch in diesem Jahr stellte Arno Hirschka als Dirigent der Blaskapelle ein Programm zusammen, das die Herzen anrührte. Sogar ein kleiner Chor aus unserem Schwesternkreis hat sich zu diesem Anlass gebildet und zusammen mit den Musikern ein Stück aus Sister act vorgetragen: „I will follow him“. Ein weiteres „Schmankerl“ war die Solistin Katharina Hofmann mit zwei zu Herzen gehenden Liedern.
 


Geistliches Erntedankfest - Tag der Primizianten
am 22.10.2011

Als ich mich am 21.10. in Brixen auf den Weg in meine alte Kaufbeurer Heimat machte, da wusste ich noch nicht so recht, was mich erwarten würde. Als ich dann am 22.10. kurz nach 9.00 Uhr ins Haus St. Martin kam, da war ich völlig überwältigt: So viele Priester (24), alt und jung, die alle in Kaufbeuren ihre Primiz gefeiert hatten! Und bis auf wenige Ausnahmen waren sie alle gekommen. Da traf ich altbekannte und neue Gesichter, die meisten musste ich nach dem Namen fragen.
Um kurz vor zehn ging es dann gemeinsam zum Rathaus, wo uns Oberbürgermeister Bosse im alten Sitzungssaal empfing. Alte Erinnerungen tauchten auf – v. a. auch an meinen vor 15 Jahren verstorbenen Firmpaten und langjährigen Stadtrat Kornelius Ennemoser. Es sprach mich nicht nur Herr Bosse mit seiner sehr informativen Ansprache über die Stellung der Stadt Kaufbeuren und ihre Sorgen und Freuden an, sondern auch der alte Sitzungssaal. Da stand: „Weisheit ruft auf allen Gassen, doch niemand will sich weisen lassen.“ Und ich dachte an die göttliche Weisheit, die uns auch heute Orientierung schenken will.
Den Höhepunkt bildete dann um 11:00 Uhr der festliche Gottesdienst zu Ehren der hl. Crescentia in der Pfarrkirche St. Martin mit Domkapitular Harald Heinrich. Seine wohlüberlegte und ansprechende Predigt kreiste um den Himmel, der uns in den Heiligen begegnet, den es zu suchen gilt und der uns schon jetzt bei jeder Eucharistiefeier offen steht.
Anschließend waren dann alle Primizianten zum gemeinsamen Mittagessen bei den Schwestern im Crescentiakloster eingeladen. – Für mich, als einzigen derzeit lebenden Kaufbeurer Franziskaner, ein Stück Heimat. Interessant war die Vorstellrunde der Primizianten, wo die Buntheit nochmals durchkam und einer den Schnitt von alle zwei Jahre eine Primiz errechnete. Ich genoß nicht nur das gute Essen sondern auch das Zusammensein mit den Schwestern und Mit-Primizianten.
Den für mich persönlich noch krönenden Abschluss des gelungenen Festes anlässlich des zehnten Jahrestages der Heiligsprechung von Mutter Crescentia und des 750-jährigen Bestehens des Klosters bildete dann ein Gang mit Dr. Pörnbacher zum Kreuzweg und zur Zelle der Heiligen Crescentia. – Zum Schluss erfuhr ich noch ein Detail über die Darstellung des Hl. Geistes nach Angaben der Heiligen: Sie sah ihn als strahlende, lichtdurchflutete Gestalt, nicht Mann und nicht Frau. Möge ER uns Kaufbeurer Alt-Primizianten, die Schwestern im Crescentiakloster und alle Kaufbeurer immer mehr zu einer Einheit in Christus zusammenfügen.
Und hier die Namen der Kaufbeurer Primizianten:

Pfarrer Helmut Ennemoser
Pfarrer Walter Böhmer
Pfarrer Karl Rottach
Pfarrer Ludwig Waldmüller
Pfarrer Thomas Demel
Pfarrer Roland Böckler
Pfarrer Eberhard Weigel
Pfarrer Thomas Rauch
Pfarrer Markus Bader
Pater Ulrich M. Rauch
Pfarrer Dr. Michael Kreuzer
Stadtprediger Julius Kreuzer
Direktor Walter Merkt
 

Kaplan Christian Grau
Dekan Erwin Ruchte
Pfarrer Michael Rudolf
Pfarrer Dr. Reinhold Schwarz
Pfarrer Carl Graf
Pfarrer Günther Rehle
Pfarrer Raimund Oehler
Pfarrer Sturmius Wagner
Pater Winfried Joiko
Pfarrer Hermann Völk
Pater Athanasius Bergold
Pater Hadrian Lucke
Prälat Hans Fries

von P. Ulrich M. Rauch ofm


Professerneuerung

Die Aufnahme in unsere Ordensgemeinschaft geschieht in mehreren Schritten. Nach der ersten Probezeit, dem Postulat und dem einjährigen Noviziat erfolgt die Ablegung der Gelübde Armut, Gehorsam und ehelose Keuschheit für die Dauer von zwei Jahren.
 Nachdem die Schwester geprüft hat, ob dieser Weg ihrer Berufung entspricht und nachdem auch die Gemeinschaft ihrerseits ihr Ja gibt, erfolgt die Erneuerung der Profess. Das heißt, dass die Schwester verspricht, für weitere drei Jahre in unserer Gemeinschaft nach den evangelischen Räten zu leben.

Schwester M. Daniela Martin hat diesen Schritt am 4. Oktober, dem Fest des hl. Franziskus getan. In einem festlichen Gottesdienst legte sie in die Hand der Generaloberin Sr. M. Regina Winter und vor dem Vertreter der Kirche, Pfarrer Adolf Nießner, ihr Versprechen ab.
Sr. M. Daniela arbeitet in der Pfarreiengemeinschaft St. Martin als Pastoralassistentin. Deswegen überbrachte Stadtpfarrer Thomas Renftle die Glückwünsche der Pfarrgemeinden und gratulierte ihr persönlich.

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Buchpräsentation 21.11.2011

Von der Freude, eine Ordensfrau zu sein

Die Freude war die vorherrschende Stimmung am Abend der Buchpräsentation im Haus St. Martin. Freude zog sich durch die Grußworte von Ordensreferent Prälat Dr. Bertram Meier und Oberbürgermeister Stefan Bosse. Freude und Dankbarkeit waren bei der Eröffnung durch Generaloberin Sr. M. Regina Winter spürbar. Freude war sicht- und hörbar bei der Bildershow, die zeigte, wie das Buch entstanden ist. Viel gelacht wurde, als die unterschiedlichsten Positionen der Fotografen zu sehen waren. Freude und Dankbarkeit brachte auch die Projektleiterin des Buches, Susanne Seiffert, zum Ausdruck. Schließlich war bei der Musik der Klosterband „Frische Brise“ etwas von der Freude, eine Ordensfrau zu sein, zu spüren.

Drei der Autorinnen gaben mit ihrer Lesung eine Kostprobe und machten Appetit auf das neue Buch. Es ist ab sofort im Klosterladen und im Buchhandel erhältlich.

Von der Freude, eine Ordensfrau zu sein, Franz Brack Verlag

ISBN: 978-3-86389-001-8, € 14,90

 

Feier der Ewigen Profess

„Gaudete“ – „Freut euch!“ – so heißt der 3. Sonntag im Advent.
„Freut euch, denn der Herr ist nahe!“
Das ist der Hintergrund für diese Namensgebung.

Wir Schwestern im Crescentiakloster hatten am
3. Adventssonntag einen weiteren Grund, uns zu freuen. Schwester Gratia Maria – viele kennen sie aus dem Klosterladen – legte nach der üblichen
6 ½ jährigen Vorbereitungszeit ihre Ewige Profess ab. Das bedeutet, dass sie für die Dauer ihres Lebens versprochen hat, in unserer Gemeinschaft nach den sog. Evangelischen Räten Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit zu leben. Wahrscheinlich kann man so ein Versprechen vor allem dann ablegen, wenn man um die Nähe des Herrn weiß und seinen Ruf spürt. Dieses Geschenk bewirkt eine tiefe innere Freude.

Abschluss des GlaubensFestes 2011

Mit den Festlichkeiten zum 10-jährigen Heiligsprechungsjubiläum von unserer Schwester M. Crescentia um den 25. November endeten die Veranstaltungen im GlaubensFest 2011. Die letzten Puzzleteile im großen, bunten Tau vor dem Klostertor sind somit eingefügt.
Am Freitag versammelten sich viele Gläubige im Klosterhof beim Reliquienschrein Crescentias, der dort bereit stand, um nach dem Rosenkranzgebet in einer feierlichen Lichterprozession am Geburtshaus vorbei in die St. Martinskirche getragen zu werden. Dort fand eine Wort-Gottes-Feier mit unserem Bischof Dr. Konrad Zdarsa statt. Im Predigtteil legten ein Kind, eine Jugendliche und unser Oberbürgermeister ein Glaubenszeugnis ab und richteten an dessen Ende eine Frage an den Bischof. Bischof Konrad antwortete jeweils ausführlich und an die ganze Gemeinde gewandt.
Am Samstag war wiederum hoher Besuch bei uns. Erzbischof Jean-Claude Périsset, der Apostolische Nuntius und damit Vertreter des Papstes in Deutschland, zelebrierte den festlichen Schlussgottesdienst zum Abschluss des GlaubensFestes 2011 und als Höhepunkt des Festwochenendes zum 10. Jahrestag der Heiligsprechung Crescentias.
Anschließend waren wir Schwestern mit den Personen, die beim Heiligsprechungs-verfahren in irgendeiner Weise mitgewirkt haben, zu einem kleinen Festakt und anschließendem Mittagessen in unserem Refektorium zusammen.
Am Nachmittag des 26. November führte der Kirchenchor Hl. Familie mit Mitgliedern der Kaufbeurer Martinsfinken die Crescentia-Kantate von Mimi Gnedel-Hahn auf. Außerdem wurden die Werke der Preisträger des Kompositionswettbewerbes urauf-geführt. Bei diesem Wettbewerb ging es um Neukompositionen zum bekannten Crescentialied von Ludwig Hahn.
Ergreifend war die Rückführung des Crescentia-Schreines am Sonntag nach der Messfeier in St. Martin. Noch eine kurze Statio vor dem Schrein im Klosterhof, ein Moment der Stille, das große Klostertor wurde geschlossen – und Crescentia war wieder „zu Hause“. Nun kann sie wieder an ihrem gewohnten Platz aufgesucht werden, um ihr persönliche Anliegen anzuvertrauen, Sorgen abzuladen, Dank abzustatten oder sie einfach als Vorbild des Glaubens zu verehren.
Am Abend des 1. Adventssonntages hielt Pfr. Adolf Nießner in unserer Klosterkirche eine Dankandacht. Ja, wir haben allen Grund, Gott zu danken für so viele Erfahrun-gen und Gnaden in diesem so reich gefüllten GlaubensFest 2011. Und wir danken allen, die mit geplant, organisiert, gestaltet, gebetet und gefeiert haben. Bleiben wir miteinander im Glauben verbunden! Bleiben wir weiterhin glaubens-fest!
Der Apostolische Nuntius sagte beim Abschied in unserem Kloster: „Das Glaubens-Festjahr ist zu Ende. Feiern Sie nun jeden Tag ein GlaubensFest!“

Die Bildergalerien finden Sie auf unserer facebook Seite

Crescentiakloster
Foto: Sr. Angelika Wißmiller

Postulatsaufnahme

Der 2. Februar ist für uns Ordensleute ein besonderer Festtag. Neben dem Festgeheimnis „Darstellung des Herrn“ denken wir an den „Tag des gottgeweihten Lebens“, den Papst Johannes Paul II. vor 15 Jahren eingeführt hat.
In diesem Jahr durften wir am Lichtmesstag eine Frau als Postulantin in unsere Gemeinschaft aufnehmen. Rosemarie Oelhaf beginnt ihren Weg in unserer Gemeinschaft mit der ersten Probezeit, dem sogenannten Postulat. Generaloberin Sr. Regina Winter übergibt ihr bei dieser schlichten Feier im Schwesternkreis das Stundenbuch und einen Rosenkranz. Dieser Rosenkranz enthält eine besondere Perle. Die Perle, bei der wir um Stärkung der Hoffnung beten, ist ausgetauscht durch eine Perle aus dem Birnbaum, auf den die Christusvision der hl. Crescentia zurückgeht. Crescentia hat in stürmischen Zeiten die Zusage von Christus im sturmbewegten Baum erhalten: Ich bin bei dir! So darf sich die neue Postulantin darauf verlassen: Gott ist bei mir, auch wenn es einmal dunkel und stürmisch wird.
Wir freuen uns über den Eintritt unserer Postulantin und wir wünschen ihr Gottes Segen!

Crescentiakloster

Crescentiafest – „Die Heilige aus der Nachbarschaft“

Nach dem Ende des großen Glaubensfestes in Kaufbeuren mit Crescentia im Zentrum soll nun wieder die Bedeutung der Heiligen für das alltägliche Leben ins Bewusstsein rücken. Dazu rief Jeremias Schröder, Erzabt des Klosters St. Ottilien, bei seiner Predigt anlässlich des Crescentiafestes in der Stadtpfarrkirche
St. Martin auf.
„Crescentia – das bedeutet Heiligkeit in einer unspektakulären Alltäglichkeit“, so der Erzabt. Die Franziskanerin sei nicht wie Märtyrer oder Eremiten eine spektakuläre Heilige gewesen, sondern eine „in der Nachbarschaft“ der Menschen. Entsprechend lenke ihr Leben den Blick auf das Kleine, das Häusliche. „Glaube geschieht dort, wo wir leben“, so der Erzabt. Das habe auch Crescentia gewusst und deshalb etwa die Entwürfe für die künstlerische Ausgestaltung des Speisesaals des Heilig-Kreuz-Klosters in Mindelheim übernommen. Diese Tätigkeit der Heiligen als „Innendesignerin“ zielte darauf ab, das „Elementarste des Lebens“, nämlich das Essen, mit dem „Höchsten“, dem Göttlichen, zusammenzubringen.
Schröder rief die Gläubigen dazu auf, nicht „durch das Leben zu stolpern“, sondern auch den Alltag nach dem Vorbild des klösterlichen Lebens zu strukturieren und auf Gott auszurichten. Denn selbst der kleine alltägliche Raum sei „nach oben offen“.
Auch in der heutigen Zeit, in der es große Welt- und Kirchenfragen zu lösen gelte – etwa die nach der künftigen Struktur der Pfarrgemeinden – sollten die persönliche Religionspraxis und der häusliche Glauben im Zentrum stehen. Denn die Sorge um Organisationsformen sei letztlich eine Sorge um menschliche Dinge, die nicht unmittelbar etwas mit Gott zu tun hätten. Bei der momentanen Diskussion um die künftige Seelsorge-Struktur in der Diözese könne Crescentia auch mit ihrer Geduld und ihrer Gelassenheit Vorbild sein. Diese „Tugend der Unaufgeregtheit“ sei gerade auch in unserer schnelllebigen Informationsgesellschaft wichtig.
Dem Gottesdienst, den Chor und Orchester St. Martin mit der Candidus-Messe von Meinrad Spieß musikalisch gestalteten, folgte die traditionelle Prozession. Unter den Klängen des Musikvereins Oberbeuren zogen die Gläubigen mit der Crescentia-Reliquie aus St. Martin zum Klosterhof. Dort folgte nach dem Abschlusssegen ein gemütliches Beisammensein.

(gekürzter Artikel aus der Allgäuer Zeitung vom 30.04.2012)
 

Crescentiakloster
Foto: Peter Ernszt

Unsere neue Mitschwester

Seit 2. Februar lebte Rosi in unserer Gemeinschaft als Postulantin. Am Gedenktag des hl. Pfarrers von Ars wurde ihr das Ordenskleid überreicht und sie beginnt nun als Schwester Maria Lena das Noviziat. Diese weitere Erprobungszeit dauert 1 Jahr.
Die Einkleidung fand im Rahmen einer Eucharistiefeier statt, die der Klosterseelsorger Pfarrer Adolf Nießner mit uns zelebrierte.
Nachdem die Postulantin unserer Generaloberin Sr. M. Regina gegenüber die Bereitschaft bekundete, dem Ruf Gottes zu folgen und sich auf das Leben in unserer Ordensgemeinschaft einzulassen, segnete Pfarrer Nießner die Ordenskleidung (Habit, Strick, Skapulier, Schleier, Crescentia-Tauanhänger), die ihr dann überreicht wurde: „Empfange das Ordensgewand als sichtbares Zeichen deiner Zugehörigkeit zu Christus in unserer klösterlichen Gemeinschaft. Es sei zugleich Ausdruck der Schlichtheit und Armut, in der du den Weg Christi gehen willst.“
Die Novizin erhielt dann noch das Stundenbuch, Regel und Satzungen, sowie die von ihr selbst verzierte Kerze.
Wie Pfarrer Nießner in der Einführung erwähnte, ist die Einkleidung einer neuen Schwester für die Gemeinschaft ein Fest der Hoffnung. Ja, wir dürfen hoffen, dass wir unsere Sendung als klösterliche Gemeinschaft auch in Zukunft erfüllen können. Diese Sendung bedeutet, die Botschaft des auferstandenen Herrn Jesus Christus in dieser Welt zu bezeugen, so wie es die heilige Maria Magdalena, die Namenspatronin unserer Novizin, getan hat
 


Crescentiakloster

Probesitzen

Auf der Kirchenmesse „Gloria“ in Augsburg testet Sr. Lydia die beheizte Kirchenbank. Sieht ganz angenehm und gemütlich aus – oder?
Das Bild war im Münchner Merkur zu sehen.
 

Crescentiakloster
Fotos: Sr. Irene

Ein Fest der Treue

Vier Schwestern unserer Gemeinschaft feierten am 28. Oktober ihr Ordensjubiläum.
Schwester M. Avellina und Schwester M. Maximiliana schauen auf 60 Ordensjahre zurück.
Schwester M. Edith feiert ihr 50jähriges Jubiläum und
Schwester Anna Maria lebt seit 25 Jahren in unserer Gemeinschaft.

Nach einem feierlichen Gottesdienst mit unserem Klosterseelsorger, Pfr. Adolf Nießner, und mit dem Schulseelsorger der Marienschulen, P. Joshy Palakunnel, feierten wir zusammen mit den Jubilarinnen und deren Angehörigen bei einem festlichen Mahl in unserem Refektorium weiter. Nachmittags schlüpften einige Schwestern in die Rolle der Schutzengel unserer Jubilarinnen und erzählten uns so manch Bekanntes und Neues über ihre „Schützlinge“.
Das Abendlob in unserer Klosterkirche rundete den Festtag ab.

Wir danken unseren Schwestern für ihre gelebte Treue und wir wünschen ihnen Gottes Segen und Geleit für ihren weiteren Weg in der Nachfolge Christi und in unserer Gemeinschaft!

 

Crescentiakloster
Fotos: Sr.Angelika

Helferfest

Ein großer „Freundeskreis“ unseres Klosters ist inzwischen entstanden. In diesem Kreis sind Männer und Frauen, die uns tatkräftig in unseren Aufgaben unterstützen. Ein Kern trifft sich regelmäßig, um zu planen und zu organisieren. Eine Gruppe ist für den Berggarten zuständig, der fast das ganze Jahr über versorgt werden muss (säen, pflanzen, zuschneiden, säubern …). Ein paar Personen führen in den Sommermonaten interessierte Besucher mit fachkundigen Erklärungen durch den Garten. Andere helfen im Tee- und Kräutergarten mit. Auch im Klosterladen und an der Pforte werden wir von Ehrenamtlichen unterstützt.
Alle, die uns in irgendeiner Weise unterstützen, waren nun zum Dank dafür in unser Refektorium zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen. Es war ein froher und schöner Abend. Die Bilder sprechen für sich.

Nochmals herzlichen DANK all unseren Helfern und Helferinnen!

Wenn auch Sie Lust und Zeit haben, uns durch Ihr Engagement zu unterstützen, dann rufen Sie bei uns an oder kommen Sie einfach zu uns!

Crescentiakloster
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Crescentiakloster
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TERMINE

02.06.2013 16:00 Uhr Sonnengesang
im Klosterberggarten


07.06.2013 von 19:00 - 21:00 Uhr
Tau-Time
14.06.2013 von 21:00 - 24:00
Ökumenische Nacht der Kirchen
16.06. - 22.06.2013
Ignatianische Einzelexerzitien
22.06.2013 von 09:30 - 16:30 Uhr
Oasentag
28.06.2013 von 19:00 - 21:00 Uhr
Tau-Time
26.07.2013 von 19:00 - 21:00 Uhr
Tau-Time
30.06.2013 16:00 Uhr Sonnengesang
im Klosterberggarten
28.07.2013 16:00 Uhr Sonnengesang
im Klosterberggarten
08.09.2013 16:00 Uhr Sonnengesang
im Klosterberggarten
28.09.2013 von 09:30 - 16:30 Uhr
Oasentag
06.10.2013 16:00 Uhr Sonnengesang
im Klosterberggarten
26.10.2013 von 9:30 - 16:30 Uhr
Oasentag
November 2013
Gottesdienst zum Heiligsprechungstag in der Pfarrkirche St. Martin mit anschließender Lichterprozession zum Kloster
23.11.2013 von 09:30 - 16:30 Uhr
Oasentag
31.12.2013 um 23:45 Uhr
Besinnlicher Jahreswechsel in der Klosterkirche