Die Geschichte des Crescentiaklosters

Das Kloster geht auf eine Gemeinschaft zurück, die bereits im 13. Jahrhundert durch Anna vom Hof gegründet worden war und nach Art der Beginen lebte. Urkundlich erwähnt wurde das Kloster zum ersten Mal am 10. Mai 1261 als Schwestern vom Maierhof.
Um 1315 schließt sich die Schwesterngemeinschaft auf Anordnung des Konzils von Vienne dem Franziskanerorden an.
Bis 1518 wächst die Gemeinschaft auf 26 Schwestern.

Während der Reformation bleiben die Schwestern der Katholischen Kirche treu. Einige müssen während des 30jährigen Krieges nur für einige Tage fliehen.
Am 17. Juni 1703 tritt Anna Höß als Sr. Crescentia ins Kloster der Franziskanerinnen ein. Sie stirbt 1744.

Im Jahr 1803 fällt das Kloster im Zuge der Säkularisation zunächst an den Deutschen Orden, später an den Bayerischen Staat. Das Kloster wird offiziell aufgehoben, Neuaufnahmen sind nicht mehr gestattet. Die 18 Schwestern dürfen jedoch bleiben, da sich die katholische und evangelische Bevölkerung dafür einsetzt.
Erst am 14. Januar 1831 wird die Aufnahme von Novizinnen wieder gestattet, jedoch unter der Bedingung, dass sich die Schwestern dem Unterricht der katholischen weiblichen Schuljugend Kaufbeurens annehmen. Die Schwestern sagen zu und richten bereits 1837 die dritte Volksschulklasse ein.
Im Jahr 1858 gründet das Kloster eine Lehrerinnenbildungsanstalt mit Internat und eine Mädchenfortbildungsschule (das Institut).
Im Jahr 1900 wird außerhalb der Stadt eine Ökonomie gebaut und die Landwirtschaft dorthin verlegt.
Am 7. Oktober 1900 wird Crescentia seliggesprochen.
Im Jahr 1910 wird eine Haushaltungsschule gegründet, 1915 eine Mittelschule für Mädchen.
Seit 1922 wird das Kloster Crescentiakloster genannt.

Während der Zeit des Nationalsozialismus findet kein Schulbetrieb statt, es gibt auch keine Neueintritte. Dennoch leben im Jahr 1949 im Mutterhaus 133 Schwestern, 4 Novizinnen und 10 Kandidatinnen.

Im Jahr 1953 wird ein Realgymnasium gegründet. 210 Mädchen leben zu dieser Zeit im Internat, 600 Mädchen werden unterrichtet.
Im Jahr 1963/64 wird ein Internatsgebäude errichtet.
In diesen Jahren nimmt die Zahl der Schwestern im Schuldienst rapide ab, so dass die Schulen 1975 dem Schulwerk der Diözese Augsburg unterstellt werden. Das Internat bleibt in Trägerschaft des Ordens.

Am 25. November 2001 wird Crescentia heiliggesprochen.

2006: Gründung der Internatsstiftung
2007: Eröffnung des Crescentia-Klosterladens
2008: Eröffnung des Gästehauses St. Franziskus
2009: Inbetriebnahme der neuen Mensa im Internat
Öffnung des neugestalteten
Klosterberggartens für die Bevölkerung

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